Spaltung liberalen vormärz

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~ gewesen, halte ich für gut vertretbar. Ansatzweise hat sich eine Spaltung zwischen gemäßigten Liberalen und entschiedenen Demokraten abgezeichnet, ~Werte Community, ich beschäftige mich gerade mit dem "Vormärz" und.
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Spaltung der Liberalen -> Vormärz

Werte Community,
ich beschäftige mich gerade mit dem "Vormärz" und dahingehend natürlich auch mit den politischen Gedanken der Zeit. Ich habe eine Quelle vorliegen, die gemäßigte Liberale und radikale Demokraten schematisch differenzieren soll. Leider sind einige Dinge davon in dem Sinne widersprüchlich, dass ich meine in einer anderen Quelle etwas anderes gelesen zu haben. Es geht mir vor allem um die Forderungen:
gemäßigte Liberale:
  • Republik
  • Volksbewaffnung
  • soziale Rechte
radikale Demokraten:
  • konstitutionelle Monarchie
  • Mitbestimmungsrechte
  • Zensuswahlrecht
  • Freihandel
Volksbewaffnung und Mitbestimmungsrechte würde ich schon mal zu beiden zuordnen und nicht seperat als Unterschied stehen lassen. Des weiteren dachte ich eigentlich, dass die radikalen Demokraten eine Republik anstrebten und die Gemäßigten die konstitutionelle Monarchie.
Wie ist es genau?
Des weiteren bin ich eigentlich der Meinung, entgegen fast allen Meinungen meiner Quellen, dass die Spaltung schon 1832 beim Hambacher Fest abzusehen war und nicht erst 1847 beim Offenburger- und Heppenheimer Programm.
Ob dies geschichtswissenschaftlich gesehen Quellen sind, ist ohne nähere Angaben nicht erkennbar. Möglicherweise ist Literatur gemeint, die als Informationsquelle in einem weiten Sinn als Quelle bezeichnet werden kann. Bei der teilweise allzu schematischen Unterscheidung ist anscheinend auch noch die Zuordnung der Forderungen zu gemäßigten Liberalen und radikalen Demokraten verkehrt.
Es gab unter den Liberalen und Demokraten einen verbreiteten Wunsch nach nationaler Einheit.
Gemeinsame Forderungen waren unter anderem die nach einer geschriebenen Verfassung, Grundrechten und einem Repräsentativsystem. Mitbestimmungsrechte gehören dazu.
Zutreffend ist auch die eigene Überlegung, Gedanken einer Volksbewaffnung beiden Richtungen zuzuordnen.
Die Liberalen hielten damals eine konstitutionelle Monarchie für erstrebenswert und befürworteten sie. Die Demokraten lehnten das monarchische Prinzip entschieden ab. Sie traten für eine Republik ein oder sie befürworteten eine Monarchie, die eine parlamentarische Demokratie war.
Freihandel und Gewerbefreiheit waren zumindest theoretische Ideale des Liberalismus. Zugleich kam bei den Liberalen auch Sorge vor, dabei könne ein völliges Fehlen einer Ordnung ungünstige Auswirkungen haben. Gemäßigter Liberalismus und die Strömung des Wirtschaftsliberalismus können zudem nicht einfach gleichgesetzt werden. Die Demokraten waren keine grundsätzlichen Gegner des Freihandels. Von ihnen kamen zum Sozialen stärker betonende und inhaltlich weitergehende Äußerungen , aber die schlichte Entgegensetzung soziale Recht – Freihandel ist zum Erfassen der Unterschiede wenig geeignet. Ein Sozialismus bei Intellektuellen und Anfängen einer sich bildenden Arbeiterbewegung entwickelte ein Ziel, Massenarmut und soziale Ungleichheit systematisch zu beseitigen, trug grundsätzliche Einwände gegen eine liberale Eigentümergesellschaft vor, in der Besitz eine neue herrschende Klasse hervorbrachte, und stellte ihr die Vision einer sozial und politisch egalitären Gesellschaft auf Grundlage industriellen Fortschritts entgegen, die durch Revolution herbeizuführen sei. Trotz Wurzeln im radikalen Demokratentum kann dieser Sozialismus aber nicht für die Demokraten insgesamt in Unterscheidung zu gemäßigten Liberalen stehen.
Beim Wahlrecht strebten die Demokraten ein allgemeines Wahlrecht der Männer an. Bei den gemäßigten Liberalen gab es eine Ambivalenz im Verhältnis zum Volk. Es gibt eine Berufung auf es und das Ideal, für es einzutreten und ihm Mitwirkung als Grundlage des Staates zu geben, andererseits Befürchtungen, ein Volk könne als unreife, ungebildete, ungezügelte Masse in Erscheinung treten. Damit ergab sich eine Neigung, die Partizipation zumindest in der Gegenwart eingeschränkt zu halten, wobei offengehalten wird, diese in Zukunft bei erfolgreichen Bildungsergebnissen auszuweiten. Darin, inwiefern das Wahlrecht etwas eingeschränkt sein soll, waren die Äußerungen der gemäßigten Liberalen oft vage oder gingen gar nicht darauf ein. Eine Formel war die nach Wahlrecht der unabhängigen Staatsbürger. Dabei blieb Auslegungsspielraum, was unter Unabhängigkeit in diesem Zusammenhang genau zu verstehen ist. Voraussetzungen der Bildung und des Besitzes sind denkbar, auch Überlegungen zu Wohnsituation oder sozialer Stellung. Ein Zensuswahlrecht konnte Wünschen bei gemäßigten Liberalen entsprechen oder auf Zustimmungsbereitschaft stoßen und manche traten deutlich für diesen Ansatz ein, allerdings ist nicht genau dies eine von ihnen allen durchweg vertretene Forderung. Der allgemeine Nenner ist ein Bevorzugen einer gewissen Einschränkung beim Wahlrecht.
Die Meinung, schon beim Hambacher Fest 1832 sei eine Spaltung absehbar gewesen, halte ich für gut vertretbar. Ansatzweise hat sich eine Spaltung zwischen gemäßigten Liberalen und entschiedenen Demokraten abgezeichnet, so in Fragen der Strategie und der Organisation. Liberale setzten eher auf langsame und schrittweise Fortschritte , mit Vereinbarungen in Verhandlungen , Radikale eher auf energisches Vorgehen und revolutionäre Taten.



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