Grund evolutive zunahme gehirnvolumen menschen

5 Antworten zur Frage

~ und einfach. Platt und einfach ist Darwin sicher nicht. Der Grundgedanke ist doch immer, dass etwas Neues entsteht   und dieses Neue ~~ wächst auch ihr Gehirn. Darum ist es für die Evolution des Menschen sicher nicht.
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Grund für die evolutive zunahme an gehirnvolumen beim menschen?

Hallo community, Ich soll ein vortrag zur evolution des menschlichen gehirns halten. Ich habe auch schon ordentlich was herrausgefunden zb. Wie und in welchen etappen unser gehirn ihre heute struktur erhalten hat oder welches gen überhaupt die produktion von gehirnmasse anregt etc. meine frage aber wäre nun was genau der ausschlaggebende grund dafür ist das sich das menschliche gehirn so explosiv artig vergrößert hat? Letzten endes kann man natürlich sagen das es zufall war und aufgrund von mutarionen entstanden ist, also mit der evolutionstheorie darwins belegen, was ja theoretisch auch richtig wäre. aber trotzdem find ich diese antwort sehr platt und einfach.
ich hoffe nun das vielleicht jemand der sich in diesen gebiet besser auskennt mir eine antwort geben kann.
Nizniz
Ps: ich möchte nicht das die antworten in religios orientierte richtungen abschweifen
Natürlich muss man bei der Frage von Darwins Evolutionstheorie ausgehen, wovon denn sonst? Mutationen spielen bei der Evolution auch immer eine Rolle, denn ohne sie entsteht ja nichts neues, mit Zufall hat der ganze Prozess aber kaum etwas zu tun. Das Kernelement der Evolution ist ja die Selektion, und die ist weder zufällig noch "einfach und platt".
Für die  Evolution des menschlichen Gehirns werden zwei große Faktoren verantwortlich gemacht.
Auf der einen Seite muss ein Bedarf für ein so großes Denkorgan bestehen, sodass Individuen mit großen Gehirnen selektiert wurden. Wodurch dieser Bedarf zustande kam, ist nicht ganz klar, es handelte sich wahrscheinlich um ein Zusammenspiel der folgenden Lebensbereiche:
  • Werkzeuge: Komplexere Werkzeuge und Waffen erfordern mehr Denkleistung für ihre Herstellung und Handhabung. Die übrigen Menschenaffen können mit Wurfobjekten zum Beispiel gar nicht umgehen, wir Menschen haben damit aber keine Probleme. Es wäre denkbar, dass u.A. die Erfindung von Wurfspeeren ein größeres Gehirn nötig machte bzw. dieses Gehirn die Erfindung des Wurfspeeres ermöglichte. Allerdings setzte bei den Homini das Gehirnwachstum bereits ein, bevor sie komplizierte Gegenstände herstellten und verwendeten.
  • Sozialleben: Ein komplexeres Beziehungsgeflecht erfordert natürlich auch ein größeres Gehirn, damit die Kommunikation zwischen Gruppenmitgliedern funktioniert. Durch immer verflochtenere Beziehungen innerhalb der menschlichen Stämme müsste demnach auch das Gehirn nachziehen. Allerdings lassen sich Beziehungen innerhalb von Gruppen nur schwer operationalisieren und damit kann die Hypothese an anderen Primaten kaum überprüft werden.
  • Nahrungssuche: Größerer Aufwand bei der Nahrungssuche erfordert auch ein größeres Gehirn. Während ein Laubfresser nicht wählerisch mit seiner Nahrung ist und einfach nur zugreifen muss, muss ein Fruchtfresser seine Nahrung erst suchen und erkennen. Ein Fleischfresser muss bei seiner Nahrungssuche aber planend vorgehen, um nicht frühzeitig bemerkt oder von einem wehrhaften Beutetier verletzt zu werden. Durch die Änderungen im Speiseplan der Frühmenschen hin zu Großwild hätten nur Individuen mit planenden Fähigkeiten überlebt.
Die zweite große Voraussetzung für Gehirnwachstum ist, dass genügend Energie vorhanden ist, um dieses verschwenderische Organ aufzubauen. Die verfügbare Energiemenge hängt vor allem vom Energiegehalt der Nahrung und des Tempos des Stoffwechsels ab. Diese Hypothese ist auch wirklich durch Vergleiche unter den Primaten gestützt; Blattfresser mit einem langsamen Stoffwechsel haben im Vergleich zu ihrer Körpergröße ein kleines Gehirn, Fruchtfresser mit einem etwas schnelleren Stoffwechsel haben ein etwas größeres Gehirn. Fleischfresser, deren Stoffwechsel noch schneller abläuft, haben ein noch größeres Gehirn. Die Erfindung des Kochens in Verbindung mit einer fleischreichen Kost könnte beim Menschen ein enormes Gehirnwachstum hervorgerufen haben.  Den Großteil seines Wachstums erfährt das Gehirn in der frühkindlichen Phase. Je mehr Energie die Mutter in die Ernährung ihrer Kinder steckt, desto größer wächst auch ihr Gehirn. Darum ist es für die Evolution des Menschen sicher nicht unwesentlich, dass er bis auf wenige Ausnahmen Einzelkinder im Abstand von wenigen Jahren zur Welt bringt, die dann als Kleinkind alle Aufmerksamkeit der Mutter erfahren und sich die Muttermilch mit niemandem teilen müssen, im Gegensatz zu z.B. Mäusen oder Katzen. Wenn man davon ausgeht, dass ein größeres Gehirn immer von Vorteil ist, und der einzige begrenzende Faktor die verfügbare Energie ist, könnte man die Frage nach dem Bedarf eines großen Gehirns sogar ganz ausklammern.
Wie diese Faktoren nun genau zusammengespielt haben, wird immer noch erforscht und über die Bedeutung der einzelnen Faktoren wird diskutiert. Zu einem endgültigen Ergebnis ist man aber noch nicht gekommen.
Ein großes Gehirn muss Vorteile für unsere frühen Vorfahren gehabt haben, die den Nachteil des großen Energiebedarfs ausgleichen, bzw. übertreffen. Unser Gehirn oder unsere Intelligenz macht uns findig, neugierig und ermöglich uns ein flexibles Verhalten. Klimawechsel in sehr kurzer Zeit machten so ein flexibles Verhalten notwendig. Die Nutzung von Fleisch machte das Gehirnwachstum möglich und machte gleichzeitig auch ein größeres Gehirn notwendig. 
Für die Aufzucht der Jungen war die Kooperation einer größeren Gruppe von Vorteil. Das Sozialleben und damit auch so etwa wie Sprache erforderten ebenfalls ein größeres Gehirn.
Eine eindeutige Antwort auf deine Frage gibt es auf deine Frage nicht. das es zufall war und aufgrund von mutarionen entstanden ist, also mit der evolutionstheorie darwins belegen, was ja theoretisch auch richtig wäre. aber trotzdem find ich diese antwort sehr platt und einfach. Platt und einfach ist Darwin sicher nicht. Der Grundgedanke ist doch immer, dass etwas Neues entsteht   und dieses Neue in einer bestimmten Umwelt Vorteile hat.
Die durch das größere Gehirn hat dazu geführt, dass Instrumente benutzt, Kausalzusammenhänge erkannt, komplexere soziale Gemeinschaften gebildet wurden. Dies wiederum hat das Gehirn weiter vergrößert. So etwas sind Kreisprozesse, bei denen die Wirkung auf eine Ursache selbst wieder Ursache für die nächste Wirkung wird.
Übrigens haben Forscher herausgefunden, dass nur der Genuss von Fleisch, das eine höhere Energiedichte aufweist als vegetarische Kost die Gehirnentwicklung ermöglicht hat. Denn sie ermöglichste es, nicht pausenlos essen zu müssen, sondern zwischendurch mehr Zeit für intelligente Beschäftigungen zu haben. Folge: siehe erster Absatz.
Übrigens, so wie Du verständlicherweise keine religiöse Argumentation anstoßen wolltest, bitte ich darum, dass sich Vegetarier oder gar Veganer ideologisch orientierte Kommentare auf meine Antwort verkneifen.
Wahrscheinlich war es der Auffrechte Gang.
Die Hände waren frei, aber um sie effektiv nutzen zu können musste sich erst das Gehirn vergrößern.
durch den begrenzten Speicher eines IPhones wird das Gehirn als erweiterter Speicher benutzt was zusätzliches Volumen benötigt



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