Bedeutung caesars de bello gallico

2 Antworten zur Frage

~ zu den Verhältnissen und Ereignissen selbst zu sein Große Bedeutung hat auch die Nachwirkung. Dazu gehört, zu einer gängigen Lektüre im ~~ Statthalterschaft seine Rückkehr in die römische Innenpolitik vorbereiten. Caesars.
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Bedeutung von Caesars 'De bello Gallico

Für den Lateinunterricht muss ich die Frage beantworten, welche Bedeutung die Kriegstagebücher von Caesar haben und welche Besonderheiten sie vielleicht auch aufweisen. Irgendwie habe ich nicht wirklich etwas brauchbares im Internet gefunden. Wäre schön, wenn ihr mir da evtl. weiterhelfen könntet
Bedeutung
Gaius Iulius Caesar, Commentarii de Bello Gallico ist ein Werk, beim dem ein wichtiger und mächtiger Politiker selbst als Schriftsteller mit sprachlicher Meisterschaft seine Taten darstellt.
Es handelt sich beim dem vorliegenden Werk nicht um Kriegstagebücher. Caesar hat als Statthalter jährlich Berichte an den Senat in Rom geschickt. Diese Berichte und Aufzeichnungen seiner Offiziere über Ereignisse, bei denen Caesar nicht selbst anwesend war, dienten ihm als Grundlage für sein Werk. Geschrieben hat er es wohl im Winter 52/52 v. Chr. rasch und ein einem Zug. Die einzelnen Bücher sind nach Kriegsjahren eingeteilt. Das 8. Buch hat nicht Caesar verfaßt, sondern Aulus Hirtius , ein vertrauter Gefolgsmann und als Offizier tätig.
Marcus Tullius Cicero lobt Caesars Commentarii in literarischer Hinsicht als schlicht/einfach/ungeschminkt/natürlich, geradlinig und anmutig, ohne rhetorischen Aufputz und Ausschmückung, rein und durch ausgezeichnete Kürze angenehm, Caesar habe anderen Material zur Geschichtschreibung bereitstellen wollen, aber zumindest vernünftige vom Schreiben abgeschreckt, denn in der Geschichtschreibung sei nicht süßer als reine und leuchtende Kürze.
Das Werk gehört zur Gattung des commentarius, ändert aber in gewisser Weise diese Gattung. Denn es handelt sich nicht nur um Notizen und Materialsammlung für eine spätere erzählerische Ausarbeitung, sondern das Werk nähert sich der Geschichtschreibung an, ist im Grunde eine Form der Geschichtschreibung. Caesar erhebt die Gattung des commentarius von einer Aufzeichnung zu einer literarischen Gattung.
Caesar wollte seine Taten einem römischen Publikum als große Leistungen vermitteln, sein Handeln rechtfertigen und Rum erwerben.
Caesar mußte nach einer ungewöhnlich langen Statthalterschaft seine Rückkehr in die römische Innenpolitik vorbereiten. Caesars Zielpublikum, das er beeinflussen wollte, waren die Römer insgesamt, wobei die Honoratioren in den Städten Italiens und das einfache Volks eher beeindruckt werden konnten als die römischen Senatoren. Caesar schildert sich in dem Werk vor allem als römischer Statthalter und als Feldherr, fast gar nicht als Handelnder in der römischen Innenpolitik. Die Darstellung zeigt ihn als tatkräftigen und umsichtigen Römer, der die Interessen des römischen Volkes gut vertritt, dessen Bundesgenossen wirkungsvoll schützt und im Einklang mit traditionellen römischen Prinzipien handelt. Die römischen Soldaten erscheinen fast immer tapfer und ihrem Feldherrn treu ergeben.
 Als Folgerung aus den herausragenden Großtaten wird nahelegt, dieser siegreiche, außergewöhnlich fähige Mann mit großen Leistungen für den römischen Staat müsse eine führende Rolle in der Politik spielen und habe eine weiterhin glanzvolle Karriere verdient.
Das Werk ist eine wichtige Geschichtsquelle, die allerdings kritisch benutzt werden sollte.
in kurzer Zusammenfassung ist die Bedeutung:
  • Selbstdarstellung der eigenen Taten, Schilderung der Handlungen eines Politikers und Feldherrn durch ihn selbst und dies mit großem schriftstellerischer Fähigkeit
  • Erhebung des commentarius zu einer literarischen Gattung
  • Vermittlung eigener Leistungen/Erfolge, Rechtfertigung, Ruhm als Ziele
  • hauptsächliche literarische Geschichtsquelle über den Gallischen Krieg (was in anderen, späteren literarischen Werken steht, scheint sehr weitgehend auf Caesar Darstellung zu beruhen, also keine unabhängige/eigenständige Überlieferung zu den Verhältnissen und Ereignissen selbst zu sein
Große Bedeutung hat auch die Nachwirkung. Dazu gehört, zu einer gängigen Lektüre im Lateinunterricht geworden zu sein.
Hey lenibaam, eine besonderheit ist dass das letzte buch mitten im satz endet und erst nach cäsars tod veröffentlicht wurde. Außerdem schreibt cäsar von sich in der dritten person und verwendet oft das historische präsens. Die erzählte zeit wird von ihm auch sehr kurz gehalten. Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen