Studium im 15. Semester bedeuten oft eine immense Belastung. Bei vielen stellt sich die Frage: ist der Abschluss noch möglich? So wie es der Fragende beschreibt – scheint die Situation ausweglos. Die Ungewissheit die Zukunft und die eigenen Fähigkeiten – all dies kann erdrückend erscheinen. Doch was gibt es für konkrete Schritte?
Oft reicht es nicht aus einfach nur das Studium fortzusetzen wenn die Begeisterung verloren geht. Ein ganz wesentlicher Punkt zeigt sich ebenfalls immer wieder. Die persönliche Neigung zur Studienrichtung könnte nicht weiterhin stimmen. Haben wir uns tatsächlich in das richtige Feld begeben? Wenn die Wahl des Studiengangs die Kernfrage ist – dann sollten Alternativen unbedingt geprüft werden. Solange die Motivation fehlt – droht das Ganze zur schier unüberwindbaren Hürde zu werden.
Der Blick auf andere Studierende kann ähnlich wie hilfreich sein. Nie sind wir mit unserem Weg allein. Statistiken zeigen, dass in Deutschland etwa 30% aller Studierenden ihren Studiengang wechseln. Manche brauchen dafür mehr Geduld. Das Beispiel eines Medizinstudenten ist hier besonders aufschlussreich. Ein Abschluss dauert oftmals 14 Semester und trotzdem gibt es keinen Grund zur Panik. Ein Abschluss wird auch in einem späteren Semester erlangt. Eine kritische Selbstreflexion ist unabdingbar: Wie lange möchte ich das Studium noch fortführen?
Die Frage nach der psychotherapeutischen Unterstützung ist ebenfalls von Bedeutung. Der Weg zur Therapie ist oft steinig. Klärung ist essenziell. Welche konkreten Probleme liegen vor? Ein abgesprochenes Ziel mit dem Therapeuten kann Wunder wirken – wenn beide Seiten engagiert sind. Wenn nur geredet wird ´ ohne eine Lösung zu finden ` dann wird sich nicht viel ändern. Unterstützung ist notwendig zudem kann der Therapieprozess durchaus länger dauern als gedacht.
Die Überlegung, einen Ausbildungsplatz oder eine Arbeitsstelle zu suchen, könnte ebenfalls eine Lösung sein. Denn während des Studiums kann die berufliche Tätigkeit Orientierung geben. Sie ermöglicht auch finanzielle Unabhängigkeit. Manchmal führt die Arbeit zur klareren Erkenntnis was wir wirklich wollen. Es muss jedoch stets im Hinterkopf bleiben: Der Weg zum Abschluss führt oft über Hürden.
Die Frage nach der Selbstverantwortung ist entscheidend. Gehe ich aktiv auf die Dinge zu oder lass ich passiv geschehen? Hier ist jede Initiative gefragt. Eigenverantwortung ist der Schlüssel. Was immer auch eine gewisse Grundmotivation erfordert um handeln zu können – könnte Rückhalt aus einem Netzwerk oder die Unterstützung von Freunden eine Möglichkeit sein?
Zusammengefasst ist die Orientierungslosigkeit im Studium kein Einzelschicksal. Der Dialog mit der eigenen Person erfordert Mut ´ Geduld und manchmal auch den Willen ` die Komfortzone zu verlassen. Entschlossenheit und ein realistischer Blick auf die eigenen Fähigkeiten können helfen, Klarheit zu schaffen. Letztlich ist es immer eine bewusste Entscheidung die uns ans Ziel bringt – ob im Studium oder im Berufsleben.
