Im Bereich der Psychologie gibt es eine Vielzahl von Berufsmöglichkeiten die nicht zwingend ein Studium erfordern. Dies ist besonders für jene interessant die sich für psychische Erkrankungen und die menschliche Psyche interessieren jedoch aus unterschiedlichen Gründen, ebenso wie zum Beispiel fehlender Motivation oder gesundheitlichen Problemen, ein Psychologiestudium nicht berücksichtigen können. Trotz der Herausforderungen bietet der Bereich der Psychologie zahlreiche Wege, sich beruflich zu verwirklichen.
Zunächst ist wichtig zu klären was unter dem Begriff Psychologe verstanden wird. Der Psychologe im klassischen Sinne benötigt ein Hochschulstudium. Insbesondere in Deutschland und Österreich ist dies die gängige Regelung. So ist in Österreich ein Weg für all jene möglich die das Ziel verfolgen, Psychotherapeut zu werden. Interessanterweise ist hierfür kein vorheriges Psychologiestudium erforderlich. Die damit verbundene Ausbildung zum Psychotherapeuten ist jedoch kostspielig und zeitintensiv. Wer diesen Umweg gehen möchte ´ sollte sich gut überlegen ` ob die finanziellen Investitionen und der Aufwand im Zeitraum des Studiums tragbar sind.
Eine andere Option stellt der Beruf des psychologischen Beraters dar. Interessierte haben die Möglichkeit, an Schulen wie der „Akademie psychologischer Berater“ eine Ausbildung zu machen. Diese dauert in der Regel 18 Monate und schließt mit dem Gütesiegel „Qualitätsgeprüfter psychologischer Berater“ ab. Nach dem Abschluss können verschiedene Tätigkeiten ausgeübt werden, unter anderem in den Bereichen Angehörigenberatung von psychisch oder körperlich Erkrankten, Burn Out-Prävention oder Erziehungsberatung. Bei der Akademie erhalten die Studierenden zudem Unterstützung von Tutoren und Mentoren – eine wertvolle Ressource die speziell im ersten Berufsjahr von Bedeutung ist.
Darüber hinaus gibt es Berufe im Bereich der psychosozialen Hilfen und Unterstützungen. Heilpraktiker für Psychotherapie sind darauf spezialisiert Menschen in psychischen Krisen zu helfen. Häufig ist jedoch zu erwähnen, dass Heilpraktiker in diesem Bereich nicht unbedingt über eine akademische Ausbildung verfügen. Hier ist Vorsicht geboten – da derartige Qualifikationen oft als weniger vertrauenswürdig angesehen werden. Dennoch ist der Beruf des Heilpraktikers eine Möglichkeit ohne Studium in der Psychologie tätig zu sein.
Ebenfalls sollte bedacht werden, dass der Weg in den psychologischen Beruf nicht dadurch endet. Es gibt Möglichkeiten, sich über ein Studium oder entsprechende Weiterbildung für größere Herausforderungen zu qualifizieren. Dazu gehört in Deutschland beispielsweise die Möglichkeit, sich in ein Psychologiestudium zu „einklagen“, falls akademische Normen nicht erfüllt werden können. Um hier Fuß zu fassen ist es wichtig, sich über die eigenen Menschenrechte und das Recht auf Bildung zu informieren. Viele Menschen haben diesen Weg gewählt und waren letztendlich erfolgreich.
Zusammenfassend lässt sich feststellen: Es durchaus Alternativen für Personen gibt die nicht studieren möchten, aber dennoch eine Leidenschaft für Psychologie verspüren. Der Beruf des psychologischen Beraters oder eines Heilpraktikers stellt zwei Optionen dar. Dennoch – und das sollte nicht vergessen werden – bedarf es eines gewissen Engagements und der Fähigkeit, sich selbst zu motivieren. Letztlich müssen die eigenen Ziele und Bestrebungen in den Vordergrund gerückt werden um den gewünschten beruflichen Erfolg erreichen zu können. Zögere deshalb nicht die ersten Schritte in Richtung deiner Zukunft zu gehen. Ergreife die Initiative - es gibt viele Wege die nach oben⬆️ führen.
