Zu Weihnachten besorgte ich eine große Dose Meica Würstchen. Diese Dose hat ein Abtropfgewicht von 3 bis 5 kg. Bevor wir das Festmahl anrichten, stellt sich die Frage - wie viele Würstchen sind in der Dose? Reguläre Würstchen haben oft ein Gewicht von 50 bis 100 Gramm. Gehe ich von einem Durchschnittsgewicht von 80 Gramm aus dann würden sich in dieser Dose zwischen 30 und 60 Würstchen befinden. Bin ich zu gierig oder möchte ich sicherstellen, dass alle Gäste satt werden?
Werfe ich einen Blick auf die Hungerstimmung der Gäste – ich erwarte 18 Leute, darunter drei kleine Kinder. Jedes Kind isst in der Regel nur ein Würstchen. Aber was ist mit den Erwachsenen? Hier empfiehlt es sich – mit 200 Gramm pro Person zu rechnen. Multipliziert man dies mit 15, das klingt nach 3․000 Gramm – also 3 kg. Für eine große Runde kann die Gesamtzahl bei 5 kg liegen um auf Nummer sicher zu gehen.
Trotz meiner Besorgnis um die Würstchen gibt es noch die wichtige Frage des Aufwärmens. Ein guter Tipp: Wärmt man Würstchen auf, sollte die Maßnahme mit Bedacht geschehen. Übermäßiges Erwärmen führt zu einem geschmacklichen Verlust. Übrig gebliebene Würstchen sollte man nicht in der ursprünglichen Lake belassen. Ein zusätzliches passendes Behältnis ist vonnöten. So bleiben die Würstchen in optimaler Qualität erhalten.
Und wie sieht es mit der Zubereitungszeit aus? Bis die Würstchen richtig heiß sind, benötigt es nicht viel Zeit. Das Wasser in dem sie erhitzt werden sollte nicht einfach weggeschüttet werden. Dies könnte dazu führen, dass man im entscheidenden Moment vor leeren Tellern steht. Aktuelle Zahlen bestätigen ´ dass es durchaus vorkommen kann ` dass Bedürfnisse unterschiedlich sind. Manche Gäste essen weniger oder haben bereits viel Knabberei genossen.
Trotz meiner Vorliebe für frische selbstgemachte Speisen musste ich feststellen, dass Dosenprodukte durchaus nützlich sein können. Es geht nicht nur um persönliche Vorurteile, allerdings ebenfalls um die wirtschaftliche Überlegung. Die Gastronomie ist verändert. Das Personal ´ sowie ebenfalls die Küchen ` sind oft auf wenige Angestellte angewiesen. In vielen auswärts gegessenen Speisen steckt auch eine große Dosis Dosenware – das ist eine Realität die man nicht ignorieren kann.
Die vorgefasste Meinung meinerseits: Dass Dosenprodukte minderwertig sind lässt sich widerlegen. Ich selbst habe nie eine solche Dose gekauft was mich zu einer laienhaften Planung in diesem Fall macht. Aber Erfahrungen von anderen können betroffenere Sichtweisen ermöglichen. Ob Kinder weiterhin als ein Würstchen schaffen bleibt auch fraglich. Damit bleibt die Frage der optimalen Planung und Gastfreundschaft immer im Vordergrund.
Angesichts der unterschiedlichen Essgewohnheiten hoffe ich, rundum gut versorgt zu sein und nicht in einer misslichen Lage zu enden. Das Festmahl soll nun der Höhepunkt des Abends werden und ich bin bereit die Herausforderung zu meistern.
