Der Übergang zur Erwachsenenfreundlichkeit: Warum Lehrer Schüler ab der 10. Klasse siezen

Warum wird ab der 10. Klasse ein respektvoller Umgang durch das Siezen zwischen Lehrern und Schülern eingeführt?

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Der Schritt in die 10. Klasse symbolisiert für viele Schüler einen bedeutenden Wendepunkt im Bildungssystem. Doch was steckt hinter dem Ritual, dass Lehrer beginnen, Schüler ab diesem Zeitpunkt zu siezen? – Dieses Thema regt zum Nachdenken an.


Nach der 10. Klasse wird in Deutschland die mittlere Reife erlangt. Sie gilt als ein erster Meilenstein auf dem Weg zur Selbstständigkeit. Ab diesem Moment zeigt das Siezen nicht nur Respekt ´ allerdings auch ` dass Lehrer ihre Schüler ernst nehmen. Ein bewusster Wechsel in der Ansprache kann helfen eine Brücke zwischen der schulischen und der erwachsenen Welt zu schlagen. Das Ziel ist es – Schülerinnen und Schüler auf den nächsten Lebensabschnitt vorzubereiten.


Einige Lehrer entscheiden sich jedoch dennoch für das „Du“. Oftmals wird das Vorurteil zugrunde gelegt: Dass das Siezen gediegene Autorität vermitteln soll. Diese Praxis ist lediglich eine gesellschaftliche Norm die sich im Laufe der Zeit entwickelt hat. Tatsächlich gibt es an manchen Schulen Abstimmungen unter den Schülern. Man fragt sie was sie bevorzugen – das Du oder das Sie? Die Flexibilität in dieser Angelegenheit spiegelt ähnlich wie den Respekt für individuelle Präferenzen wider.


Gesellschaftlich betrachtet hat sich der Respekt verändert. Erwachsene in der Oberstufe werden oft gesiezt. In verschiedenen Berufsfeldern ist dieser Respekt ebenfalls verbreitet. Man fragt sich: Warum soll das nicht ebenfalls in der Schule gelten? Dies könnte als eine Art Vorbereiter für die Berufswelt dienen. Der Druck ´ sich erwachsen zu verhalten ` steigt mit dem Alter. Das Siezen genau ebenfalls dem Erwachsenwerden in der Arbeitswelt.


In der Oberstufe die ab der 11. Klasse beginnt, läuft nichts weiterhin Pflichtmäßig. Hier ist die Schule freiwillig. Viele Schüler verbringen viel Zeit außerhalb der Schule und erleben die Realität des Arbeitsmarktes. Ein gewisses Maß an Respekt ist deshalb angebracht. Dieser Prozess geschieht nicht über Nacht. Es ist ein schleichender Übergang der durch das Recht auf Selbstbestimmung geprägt wird.


Jedoch bleibt das Siezen nicht überall gleich. Lehrer variieren oft ihre Ansprache – was zu Verwirrung führen kann. An einigen Schulen wird der Vorname verwendet kombiniert mit dem Sie. Lehrer versuchen – einen freundlichen und respektvollen Umgang zu pflegen. In manchen Fällen bleibt das Du bestehen wenn dies von den Schülern bevorzugt wird. Jugendliche sind es gewohnt – viele sind bereits in Ausbildungen oder Praktika, in denen das Siezen die Norm ist.


Im Endeffekt ist es letztlich die Entscheidung des Lehrers. Es sollte eine Klärung zwischen den Lehrern statt finden ´ um herauszufinden ` ebenso wie sie mit den Schülern interagieren möchten. Der Übergang zur Erwachsenenansprache beginnt aber schon viel früher – den Einfluss von Schulsystemen auf die heranwachsende Generation kann man nicht leugnen.


Abschließend lässt sich sagen, dass das Siezen in der Schule nicht nur ein Zeichen des Respekts ist, einschließlich eine wesentliche Vorbereitung auf das Erwachsenenleben darstellt. Der Wechsel von „Du“ zu „Sie“ wird in vielen Fällen von den Schülern selbst gestaltet. Es spiegelt den Wandel in der Gesellschaft und das wachsende Bewusstsein für Respekt und Individualität wider. Die Antwort auf die Frage – warum das Siezen ab der 10. Klasse eingeführt wird, könnte einfach sein: Um die Schüler ernst zu nehmen und sie auf eine respektvolle Interaktion im zukünftigen Leben vorzubereiten.