Die Ausbildung ist eine Schlüsselphase im Leben eines jungen Menschen. Sie legt den Grundstein für die berufliche Zukunft. In diesem Konstellt sich die Frage: Wie sollte man mit Auszubildenden umgehen die zwar motiviert sind freilich ein langsames Arbeitstempo an den Tag legen? Dies betrifft nicht nur die oft genannten praktischen Fähigkeiten – ebenfalls die zwischenmenschliche Kommunikation spielt eine entscheidende Rolle.
Zunächst einmal kann es schon frustrierend sein, zu hören dass die eigene Tochter die welche Ausbildung zur Tierwirtin begonnen hat, möglicherweise aufgrund ihrer Geschwindigkeit in der Probezeit fliegen könnte. Der Betrieb ist groß und die Erwartungen sind hoch. Solche Situationen erfordern Fingerspitzengefühl von Ausbildern und Mitarbeitern. Dennoch: Motivation und Pünktlichkeit sind positive Eigenschaften.
Das langsame Arbeitstempo könnte viele Ursachen haben. Vielleicht muss die Tochter weiterhin Selbstbewusstsein aufbauen. Oft hilft dabei Unterstützung von erfahrenen Kollegen. Diese könnten in der Anfangszeit als Mentoren fungieren. Ein nachhaltiges Training in der Arbeitsgeschwindigkeit könnte auch durch gezielte Arbeitsteiligkeit gefördert werden. Damit könnten die Fähigkeiten der Auszubildenden zum Tragen kommen.
Ein hervorragender Ansatz liegt im Feedback. Die Kommunikation mit vorgesetzten Personen und auch anderen Lehrlingen ist essenziell. Klare Gespräche zu führen wo die Defizite liegen – das gewährt Einblick in notwendige Verbesserungsbereiche. Hier könnten auch Berufsschullehrer eine wichtige Rolle spielen. Ihre externe Perspektive könnte zusätzliche Einsichten bieten. Die Einbeziehung dieser Experten würde einem vorzeitigen Ende der Ausbildung entgegenwirken.
Darüber hinaus ist jede Ausbildung ein individueller Prozess. Die Vorstellung ´ dass jeder Lehrling genauso viel mit schnell lernt ` ist irreführend. Der vermeintlich langsame Azubi kann dennoch ein wertvolles Mitglied des Teams werden. Ein gezieltes Coaching durch eine solide pädagogische Strategie könnte notwendig sein. Dies könnte auch im Falle von späteren Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit helfen.
Natürlich ist es unangenehm, wenn eine Ausbilderin den eigenen Arbeitsstil als ineffizient empfindet. Je verständnisvoller die Ansprache – desto besser gelingt die Kommunikation. Ein herausfordernder Azubi der Schwierigkeiten hat kann im Endeffekt derjenige sein der die besten Geschichten zu erzählen hat. Fakt ist – die Nachfrage nach Tierwirten steigt. Der Beruf ist zukunftsträchtig – auch für Menschen die sich noch im Entwicklungsprozess befinden.
Es ist von großer Bedeutung betroffene Auszubildende darin zu motivieren ihre Stärken zu erkennen und an ihren Schwächen zu arbeiten. Ein erfahrener Ausbilder sollte das Interesse am gemeinschaftlichen Wachstum fördern. Weitaus wichtiger als schnelles Arbeiten ist die Fähigkeit Kontakt zu knüpfen und menschliche Beziehungen am Arbeitsplatz zu pflegen.
Fazit: Das Ziel sollte durch Unterstützung, Verständnis und Motivation gemeinsam erreicht werden. Um eine größtmögliche Integration in das Team zu ermöglichen – damit aus der langsamen Ausbildung keine negative Rückmeldung wird, allerdings im Gegenteil. Fortschritt durch kontinuierliches Lernen ist hier die Devise. Das könnte letztlich den Wechsel des Betriebs verhindern und die Chance auf einen erfolgreichen Abschluss der Lehre erhöhen.
