Es ist eine grundlegende Frage. Welche Fächer sollte man wählen, wenn man Lehrer werden möchte? Die Entscheidung für Geschichte und Ethik könnte nicht optimal sein. An der Universität Tübingen studiert ein Student dieses Semester Latein und Ethik versteht jedoch: Dass die Theorie abweicht von dem was ihm in der Schule vermittelt wurde. Philosophie begeistert ihn. Doch Latein bereitet ihm Schwierigkeiten. Er musste das Graecum nachholen und hat das Gefühl: Dass er im Hintertreffen ist. Es bleibt ihm kaum Zeit für etwas anderes als Bücher und Lernmaterial. Das Zentrum seiner Gedanken: Was passiert, wenn er die Prüfung im Februar nicht besteht?
Ein Wechsel in das Sommersemester könnte ihm die Möglichkeit bieten, Geschichte zu studieren. Es erscheint interessant, allerdings die beruflichen Aussichten verheißen nichts Gutes. Der Markt für Gymnasiallehrer sieht wenig erfreulich aus. Viele Geschichtslehrer konkurrieren um wenige Stellen. Die Anzahl der verfügbaren Planstellen ist gering. Das Angebot lässt kaum Raum für Optimismus. Auch im Fach Ethik ist der Bedarf überschaubar. Oft wird der Unterricht von Theologen übernommen. Diese gelten als fachfremd. Der Wettbewerb wird dadurch noch größer. Vorgezogene Fragen können entstehen: Reichen die Qualifikationen wirklich aus?
Die Kombination aus Ethik und Geschichte zeigt sich ungünstig. Abseits der Zahlen gibt es einen klaren Nachteil: Schulen können Ethik völlig ohne spezifischen Lehrer unterrichten. Ein Religionspädagoge könnte schnell in die Bresche springen. Um den Unterrichtsbedarf zu decken – zählt dies nicht als Novum. Ein weiteres Problem: In vielen Bundesländern ist es gar nicht möglich, zwei Nebenfächer auf Lehramt zu studieren. Diese Informationen sind entscheidend. Es braucht Frühzeitigkeit bei der Planung des Studienverlaufs.
Aber warum ist Latein eine bessere Wahl? Die Nachfrage in diesem Fach ist nach wie vor hoch. Ein "Magelfach" bleibt ein Begriff. Die fehlenden Lehrer sind im Schulsystem spürbar. Der Bedarf ist nicht gedeckt. Ein Refplatz könnte einfacher zu bekommen sein. Studierende in Latein könnten besser vorbereitet sein. Zudem muss das Graecum ebenfalls durchgehalten werden.
Überfüllte Kurse und teilweise unqualifizierte Dozenten sind an vielen Universitäten der Alltag. Diese Realität sollte immer mit in die Überlegungen einfließen. Durchhaltevermögen ist unerlässlich. Wer die Prüfungen nicht besteht, muss extremer Überlegung standhalten: Weiterstudieren oder einen Wechsel in andere Fächer berücksichtigen? Der Druck ist enorm.
Um weiterhin über gefragte Fächerkombinationen zu erfahren, müssen die Bildungsministerien in den einzelnen Bundesländern untersucht werden. Die Zukunft zu planen – ist essenziell. Was wird wirklich nachgefragt? Antworten darauf könnten entscheidend sein.
Ein Fazit lässt sich ziehen. Die Kombination von Ethik und Geschichte ist nicht die vielversprechendste Entscheidung. Die Aussicht auf eine Anstellung ist ungewiss. Es wird empfohlen – Alternativen zu prüfen. Spätestens jetzt sollte der Student sich Möglichkeiten und Chancen gut überlegen.
