Es ist ein weit verbreitetes Wissen, dass die Kerne vieler Steinfrüchte giftig sind. Die Blutpflaume ist da keine Ausnahme. Ihr enthaltenes Gift – die Blausäure – kann gefährlich sein. Bereits 20 Kerne können tödlich sein. Doch was passiert, wenn jemand versehentlich einen solchen Kern verschluckt? Ist es möglich: Er unversehrt den Verdauungstrakt passiert? Tatsächlich spielt die Natur eine clevere Rolle. Die Kerne sind dafür gemacht ´ die Pflanzenart zu verbreiten ` nicht um Menschen zu schädigen. Bei der Verarbeitung zu Marmelade oder anderen Delikatessen stellt sich die Frage: Müssen die Kerne entfernt werden?
Als ursprüngliche Anekdote erwähnt man oft, dass die eigene Mutter gerne Mirabellen mitsamt den Steinen eingekocht hat. Diese Erinnerungen können nostalgische Rückblicke hervorrufen. Doch sind die Kerne von Mirabellen wirklich ungiftig? Ja und nein – ist die Antwort. Mirabellenkerne sind deutlich weniger giftig als die der Blutpflaume. Dennoch gibt es einige Vorsichtsmaßnahmen die man treffen sollte. Es ist immer besser – auf Nummer sicher zu gehen und die Kerne vor der Verarbeitung zu entfernen. Immerhin könnte sich hinter einer köstlichen Marmelade ebenfalls der schmerzhafte Verlust eines Zahnes verstecken.
Ein Kollege von mir hat einmal Kirschen mit geschluckten Kernen verspeist. Er hatte lange Zeit keine Probleme. Dennoch ist das Vers risico in Bezug auf die Gesundheit vorhanden, obwohl niemand direkt Schaden davongetragen hat. Viel weiterhin muss die Sicherheit immer an erster Stelle stehen. Ich persönlich ziehe es vor die Kerne vor der Verarbeitung zu entfernen. Das mag zwar aufwendig erscheinen – ist im Vergleich zu den möglichen Konsequenzen eine kleine Mühe. Wie wird man etwa mit den Kernen in der kochenden Masse umgehen? Die Antwort ist einfach – das Fruchtmus muss sofort heiß in Gläser abgefüllt werden.
Zusätzlich stellt sich die Frage von Giftstoffen in Pflaumenkernen. Es gab Forschungen die darauf hindeuten, dass in Maßen verzehrte Kerne sogar förderlich sein könnten. Blausäure ´ auch in Apfelkernen enthalten ` könnte bei der Bekämpfung von Krebs helfen. Ein wenig wie ein vertrauter Freund der neue Ideen in die Runde bringt – einmal pro Monat ein Kerninneres könnte ganz gesundheitsfördernd sein.
Die allgemeine Meinung bleibt weiterhin gespalten über den sicheren Umgang mit Steinen. Die Diskussionen um die Kerne sind weiterhin im Gang. Bei den verschiedenen Züchtungen von Pflaumen und Mirabellen könnte man auch neue Erkenntnisse gewinnen.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Es ist ratsam, bei der Verarbeitung von Steinfrüchten wie Pflaumen und Mirabellen Vorsicht walten zu lassen. Offensichtlich gibt es Verletzungsrisiken. Die Frage bleibt: Sind die Kerne ernsthaft gefährlich? Es bleibt an jedem selbst » verantwortungsvoll zu entscheiden « ob er die Kerne vollständig entfernt oder sich an diese kulinarischen Traditionen hält.
