Die Totenstarre: Woher kommt die Steifheit nach dem Tod?

Warum wird ein toter Körper steif und was sind die biologischen Prozesse dahinter?

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Die Frage nach der Totenstarre ist nicht nur faszinierend, allerdings ebenfalls von erheblichem biologischen Interesse. Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, warum tote Tiere oder auch Menschen nach ihrem Ableben steif werden? Von vielen wird diese Frage als eine der interessantesten betrachtet. Der Prozess der Steifheit tritt durch bestimmte biochemische Vorgänge im Körper auf die nach dem Tod beginnen.


Zunächst geschieht Folgendes: Myosin und Aktin sind die proteinspezifischen Bestandteile der Muskelzellen. Diese Eiweiße verbinden sich miteinander und verursachen die Muskelkontraktion. Im Todesfall erschöpfen sich die Quecksilbervorräte des Körpers was bewirkt, dass die Myosin-Aktin-Bindung nicht weiterhin gelöst werden kann. Dort beginnt die Totenstarre — was die Steifheit des Körpers zur Folge hat.


Ein interessanter Aspekt: Die Totenstarre beginnt typischerweise an den Augenlidern und Kaumuskeln. Dies geschieht in einem Zeitraum von etwa ein bis zwei Stunden nach dem Tod. Folge wohltemperierte Verhältnisse so breitet sich der Prozess in Richtung des gesamten Körpers weiter aus. Insbesondere bei Zimmertemperatur kann die vollständige Totenstarre innerhalb von 6 bis 12 Stunden sichtbar werden.


Man könnte auch sagen, Schuld an der Totenstarre trägt der ausgebliebene Blutfluss und damit die fehlende Versorgung der Muskeln. Dies ist auch der Grund, warum das Zudrücken der Augenlider bei Verstorbenen sehr schwierig funktioniert — die Festigkeit erschwert es die Augen zu schließen. Denn die Totenstarre ist auch beim Menschen sehr ausgeprägt.


Eine tiefere Erklärung steckt in der Rolle des Calcium bzw․ im Mangel daran. Bei einem Muskelkrampf, einem Beispiel aus dem Leben ist das Calcium ähnlich wie in unzureichendem Maß vorhanden. Doch lebt der Mensch – so kann der Körper auf gespeicherte Kalziumvorräte zurückgreifen. Das geschieht allerdings nicht mehr nach dem Tod. Die sumativen Muskelkontraktionen scheitern an der fehlenden Energiequelle.


Ein weiterer relevanter Punkt: Die Außentemperatur kann den Prozess der Totenstarre beeinflussen. Bei niedrigeren Temperaturen dauert es beispielsweise länger bis sie voll zum Tragen kommt. Wärmeres Klima beschleunigt hingegen diese Prozesse. Der Körperprozess ist also nicht dauerhaft und lässt sich nicht pauschal beschreiben.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Totenstarre ein faszinierendes Beispiel für die Biochemie des Körpers ist. Innerhalb kurzer Zeit verändern sich biophysikalische Prozesse maßgeblich. Und trotz des steifen Erscheinungsbildes verbirgt sich dahinter eine bemerkenswerte ´ obwohl tragische ` physiologische Reaktion des Körpers auf den definitiven Endpunkt des Lebens.