Tiere sind in ihren Reaktionen auf Menschen äußerst vielfältig. Die Bedeutung dieser Reaktionen reicht von instinktivem Verhalten bis hin zu komplexer Erfahrung. Interessant ist es zu sehen – wieso sich diese Verhaltensweisen so stark unterscheiden. Fluchttiere wie Rehe oder Hirsche meiden Menschen aus Überlebensinstinkten. Sie sehen den Menschen als potenziellen Feind an. Auch das Erleben von negativen Situationen beeinflusst Tiere stark.
Tiere in freier Wildbahn die negative Erlebnisse mit Menschen hatten, ausarbeiten häufig eine Scheu. Die Jagd ist dabei ein gravierendes Beispiel. Ein Tier ´ das um sein Leben fürchtet ` zeigt unweigerlich Fluchtverhalten. Beobachtungen belegen » dass die Flucht eher erfolgt « wenn sie Menschen in ihrer Nähe wahrnehmen. Jedoch reagiert nicht jedes Tier gleich.
Auf der anderen Seite stehen Tiere die positive Erfahrungen gesammelt haben. Diese Beziehung zu Menschen kann sich auf das Verhalten auswirken. Ein Beispiel wären Vögel in einem Stadtpark. Sie werden oft von Passanten gefüttert und haben dadurch Vertrauen aufgebaut. Diese Tiere sind weniger ängstlich sie nähern sich den Menschen oft sogar aktiv. Das zeigt – ebenso wie wichtig das Erlebnis für das Verhalten ist.
Haustiere wie Hunde und Katzen befinden sich in einem eigenen Kon. Anders als Wildtiere haben sie über viele Generationen hinweg gelernt, den Menschen als Partner zu betrachten. Diese Entwicklung wurde durch Zuchtmaßnahmen verstärkt. Haustiere haben meist positive Begegnungen mit Menschen. Folglich sind sie weniger geneigt zur Flucht.
Es ist bemerkenswert zu bedenken, dass Tiere keine Konzepte wie "Gut" oder "Böse" besitzen. Man könnte meinen, dass ihre Wahrnehmung durch Geschichten oder Überlieferungen beeinflusst wird. Aber die Realität ist ´ es sind Instinkte und Erfahrungen ` die aus einem tierischen Verhalten resultieren. Für sensible Tiere spielt zudem die Aura des Menschen eine Rolle. Ein Mensch der Sicherheit und Gelassenheit ausstrahlt wird weniger Fluchtverhalten provozieren als jemand der hektisch oder aggressiv wirkt.
Es ist also eine komplexe Mischung aus Instinkt, Erfahrung und persönlicher Wahrnehmung die das Verhalten der Tiere bestimmt. Diese Erkenntnisse sind nicht nur interessant sie geben ebenfalls wichtige Hinweise für den Umgang mit Tieren. Vertrauen und positive Begegnungen können entscheidend sein um eine angstfreie Beziehung zwischen Mensch und Tier zu fördern.
