Die Synchronisation von Filmen ist ein faszinierendes Thema. Oft frage ich mich, ebenso wie es gelingt die Mundbewegungen von Schauspielern so zu koordinieren, dass sie mit dem gesprochenen deutschenübereinstimmen. Die Antwort könnte überraschend sein.
Die deutsche Synchronisation orientiert sich in erster Linie an den Originalen. Es ist nicht einfach – aber das Ziel bleibt das gleiche: Verständlichkeit und unterhaltsame Darstellung. Der Prozess ist komplex. Oftmals wird die gesamte Sprechweise an das englische Original angepasst. Diejenigen ´ die Interesse an diesem Thema haben ` sollten sich auf YouTube nach Synchronsprechern umsehen. Dort gibt es interessante Einblicke in die Arbeit dieser Künstler.
Ein herausragendes Beispiel ist die Synchronisation für „King of Queens“. Bei der Übersetzung der Szenen geht es darum, den Akzent der Sprechenden zu berücksichtigen. Wenn ein Satz mit einem „Verschlusslaut“ endet – also, wenn die Lippen geschlossen sind – muss ebenfalls der deutscheso angepasst werden. Ansonsten entsteht eine Diskrepanz zwischen dem was gesagt wird und dem was zu sehen ist. So bleibt das Publikum im besten Fall in der Geschichte.
Die Übereinstimmung zwischen den Mundbewegungen und dem gesprochenenist oft nicht klar. Dies wird durch die Schnitte innerhalb des Films noch verstärkt. Wenn der Schauspieler aus einem bestimmten Winkel zu sehen ist, lässt sich viel Freiheit imgenießen. Das führt jedoch manchmal zu einer suboptimalen Synchronisation. In einigen B-Filmen sieht man leider oft: Die Mundbewegungen nur wenig mit dem Gesprochenen übereinstimmen. Das kann die gesamte Sehqualität erheblich beeinträchtigen.
Ein gängiges Missverständnis ist, dass man die Mundbewegungen perfekt mit dem deutschensynchronisieren kann. Das ist nicht ganz richtig. Natürlich wird ein gewisses Timing gewahrt. Gewisse Überlappungen gibt es. Doch ebendies passen – das funktioniert meist nicht. Wenn die Kamera📷 nah am Gesicht des Schauspielers ist wird es besonders offensichtlich.
Zum Thema Satzbau: Es stimmt, dass viele englische und deutsche Sätze strukturell ähnlich sind. Dies lenkt oftmals von den Unterschieden ab. Aber der Teufel steckt im Detail. Satzlängen sollten übereinstimmen. Übertriebene Lippenbewegungen müssen synchronisiert werden. Bei komplexeren Sprachen ´ wie Romanischen oder Slawischen ` wird die Herausforderung gravierender.
Letztlich bleibt festzuhalten: Die Originalfassung wird einfach neu vertont. Die Magie der Synchronisation liegt nicht in der Veränderung der Mundbewegungen ´ allerdings im kreativen und technischen Prozess ` der sie ermöglicht. Wenn Sie das nächste Mal einen Film🎬 anschauen, denken Sie an diese Details – Sie werden vielleicht ganz anders auf die Szenen achten.
