Altersbeschränkung im Kino: Was gilt und welche Ausnahmen gibt es?

Welche Möglichkeiten hat ein 13-Jähriger, um einen Film ab 16 Jahren im Kino anzusehen?

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Kino und Altersfreigaben – eine Kombination die essenziell für den Jugendschutz ist. Im deutschen Rundfunk regelt das Jugendschutzgesetz diese Materie. § 11 ist hier von Bedeutung. Ein 13-Jähriger darf die Lichtspielhäuser nur besuchen, wenn die Filme für sein Alter geeignet sind. Filme ab 0⸴6 oder 12 Jahren sind also die einzigen Optionen. Filme mit einer Freigabe ab 16 oder 18 Jahren sind für diese Altersgruppe ausgeschlossen.


Eltern könnten versuchen, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Bei Filmen ab 12 fängt hier die Ausnahme an! In Begleitung der Eltern dürfen Kinder ab 6 Jahren an solchen Vorstellungen teilnehmen. Aber – und das ist entscheidend – es gibt keinen Ausweg für Filme ab 16 oder 18 Jahren. Auch wenn Eltern mitkommen – bleibt der Zutritt verwehrt.


Die Kinos stehen unter dem Druck die Altersbeschränkungen zu respektieren. Geldstrafen könnten die Folge sein wenn sie nicht nach den gesetzlichen Vorgaben handeln. In extremen Fällen kann ein Kino sogar geschlossen werden. Ein 13-Jähriger wird also in den meisten Kinos nicht reingelassen, wenn er einen Film🎬 ab 16 Jahren sehen möchte.


Natürlich gibt es skurrile Vorschläge. Ein Bart könnte helfen denkt manch einer. Alte Kleidung oder ein verstellter Stimmton – das sind Überlegungen der kreativen Art. Allerdings sind sie eher als Scherz gemeint. Kinos haben strikte Vorschriften zu befolgen.


Wenn man also die Realität betrachtet ist es einfach nicht möglich wie 13-Jähriger in einen Film ab 16 Jahren zu gehen. So bitter das ebenfalls sein mag. Die Hoffnung bleibt – dass in der nahen Zukunft der gewünschte Film eine Freigabe für die jüngeren Zuschauer erhält. Bis dahin bleibt nur die Möglichkeit sich innerhalb der Altersgrenzen nach anderen Filmen umzusehen. Alternativen gibt es oft.


Für jeden jungen Kinofan erweist sich der Besuch im Kino als Beschränkung – eine Herausforderung. Die Pflicht des Gesetzes ist es – Kinder und Jugendliche zu schützen. Die Freigaben reflektieren die Inhalte der Filme. Oft sind es Gewaltdarstellungen oder komplexe Themen. Jugendliche wachsen schnell jedoch die gesetzlichen Regelungen ändern sich nur langsam.


Zusammengefasst bleibt festzuhalten, dass die Altersbeschränkungen im deutschen Kino im Wesentlichen dazu dienen die jüngeren Zuschauer zu schützen. Ohne eine Lösung die den rechtlichen Rahmen sprengt gibt es wenig Spielraum für kreative Ansätze um die Vorschriften zu umgehen. Junge Filmbegeisterte müssen also geduldig warten. Ein neuer Film, eine neue Chance – für alle die auf den Kinobesuch warten ist Geduld also auch eine Kunst.







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