Alkohol und Schule. Ein heikles Thema. Manchmal, besonders nach Festlichkeiten ist es verlockend – der Feierlaune nachzugeben. Doch was bedeutet das für die schulische Umgebung?
Ein sehr interessantes Beispiel beweist die Erfahrung einer Schülerin: Sie feierte ihren Geburtstag und traf sich danach mit einer Freundin. Am nächsten Morgen – Restalkohol in der Schule. Wer kann das schon ignorieren? Die Wahrscheinlichkeit » erwischt zu werden « ist da. Aber was, wenn ein Lehrer auf einen aufmerksam wird?
Ein solches Szenario könnte zu einem Verweis führen. Das zumindest denkt man oft.
Gleichzeitig – es ist bedauerlich – wird ebenfalls dieser kognitive Dissonanz begegnet. Betrachtet man das Verhalten vieler Lehrer die gelegentlich auch nach Feierlichkeiten unter dem Einfluss stehen könnten, stellt sich die Frage der Gerechtigkeit. Ist es fair, Schüler für ihr Verhalten zu bestrafen, während Lehrer womöglich ähnliche Erlebnisse durchleben freilich unbehelligt bleiben?
Ein gewisses Maß an Disziplin ist natürlich wichtig. Ein auffälliges Benehmen kann zu schnelleren Interventionen führen. Schulausschluss vielleicht oder eine Vorladung der Eltern. Je nach Schulform und der Unbeteiligten „Abstammung“ kann die Situation dramatisch unterschiedlich verlaufen.
Jeder Lehrer hat seine eigene Moral. Einige reagieren verständnisvoll. Andere greifen zur klassischen Moralkeule – sie führen das Leben strenger als viele Eltern. Auf einer Berufsschule sieht das jedoch wieder anders aus. Da heißt es eher: „Das geht nicht klar.“
Die Erziehung der Eltern ist da entscheidend. Gerade unter der Woche, wenn viele Jugendliche die Gelegenheit haben, zu feiern – ist das eine interessante Entscheidung.
Sie haben vielleicht zu viel Vertrauen in ihre Kinder. Denn, ob erlaubt oder nicht – das Bild, das dabei entsteht ist klar. Enturamente wird auch nicht jeder Schülerin jeder Schülerin sofort von der Schule verwiesen. Es könnte schlimmer sein. Aber Schüler sollten besonnen handeln und Verantwortung übernehmen – auch, wenn sie mal einen „6er“ plätten.
Zusammenfassend bleibt das Fazit. Erfolg hat viele Gesichter. Auch der Schulbesuch kann durch Idiotie in der Jugend geprägt werden. Aber übertreiben sollte man es nicht. Der schmale Grat zwischen Feier und Chaos ist oft kaum zu erkennen.
Die Hoffnung bleibt – auf eine bessere Grundhaltung und Aufklärung, zu diesem Zweck Schüler und Lehrer genauso viel mit behandelt werden.
