In vielen mittelständischen Unternehmen wird die Gründung von Betriebsräten oftmals als Bedrohung wahrgenommen. Dies ist in der Tat das Erlebnis, das eine Gruppe von Mitarbeitern in einem führenden Unternehmen der deutschen Branche gemacht hat — mit etwa 100 Beschäftigten. Der Chef des Unternehmens hat bereits mehrmals versucht solche Initiativen zu unterbinden. Zitate wie „Lieber sterbe ich wie dass es einen Betriebsrat bei mir gibt“ zeigen ein klares Bild auf.
Der Druck auf die Willigen die 1nen Betriebsrat gründen möchten ist enorm. Ungefähr 60% der Mitarbeiter befürchten: Dass ihre Jobs in Gefahr geraten wenn sie sich für einen Betriebsrat einsetzen. Die Ohren sind schon zu: Zwei Versuche wurden abgewiesen. Der Großteil der Belegschaft (34%) neigt dazu, sich zurückzuziehen und den Konflikt zu meiden. Nur 4% entpuppen sich als mutig und sind bereit, gegen den Chef zu treten.
Die Situation ist klar: 2% der Mitarbeiter fordern nicht weiterhin Geld. Sie wünschen sich einfach mehr Anerkennung und ein Mitspracherecht.
Wie kann aber eine Gründung angestoßen werden, ohne direkt Konfrontationen mit dem Chef heraufzubeschwören? Um das zu klären ist ein Blick ins Betriebsverfassungsrecht essenziell. Dort ist geregelt, dass mindestens fünf ständig wahlberechtigte Arbeitnehmer nötig sind, von denen mindestens drei wählbar sein müssen – das ist die Grundvoraussetzung für die Bildung eines Betriebsrats. In einem solchen Set-up kann der Wahlvorstand berufen werden.
Ein arbeitsrechtliches Phänomen ist der Kündigungsschutz. Die Gründung eines Betriebsrats kann durch eine produktive Zusammenarbeit mit der zuständigen Gewerkschaft unterstützt werden. Hierbei sollten erste Schritte nicht direkt im Betrieb unternommen werden um frühzeitige Probleme zu vermeiden.
Die Anleitungen für die Umsetzung einer Betriebsratswahl finden sich auf Plattformen wie betriebsrat.com. Die Herausforderung ´ die sich den Mitarbeitern stellt ` ist zweischneidig. Trotz der wachsenden Akzeptanz innerhalb der Belegschaft für einen Betriebsrat gibt es Skeptiker. Oft wird die Notwendigkeit eines solchen Gremiums in Frage gestellt.
Die Frage die sich hier stellt, ist: Wie kann der Chef überwunden werden? Taktische Überlegungen sind dabei elementar. Mitarbeiter müssen sich bewusst werden: Dass ein Betriebsrat ebenfalls im Interesse des Unternehmens liegen kann. Lernen durch Geduld ist dabei essentiell.
Fakt ist: Gewerkschaften spielen eine Schlüsselrolle. Es stellt sich die Frage – ob die beiden % der Beschäftigten zur Gewerkschaft gehören. Frühzeitiges Handeln ist entscheidend. Auch wenn ein Betriebsrat einmal etabliert wird ist es nicht гарантиert, dass das Mitspracherecht so ausgeübt werden kann, ebenso wie es sich die Mitarbeiter wünschen.
Ein Betriebsrat kann Freiräume schaffen wo es zuvor nur starren Strukturen gab. Anerkennung wird häufig übersehen. Es ist wichtig zu erkennen: Die potenzielle Unterstützung durch die Gewerkschaft wie ein Schild inszeniert werden kann, sollte es zu Unstimmigkeiten kommen.
Für kleinere Unternehmen gibt es in der Regel weniger formale Gremien. Doch diese Tatsache darf nicht davon abhalten für die eigenen Interessen einzutreten. Jeder Mitarbeiter sollte verstehen: Ein Betriebsrat ist nicht nur ein Gremium, allerdings auch eine Stimme für alle die oft im Hintergrund agieren.
Zusammenfassend könnte man sagen: Um einen Betriebsrat erfolgreich zu gründen, sind Mut, Zusammenhalt und strategisches Vorgehen unerlässlich. Ob dies bereits der erste Schritt zur Veränderung war ´ liegt an der Entschlossenheit jener ` die nicht länger am Rand stehen wollen. Aktion ist gefragt – um die Stimme der Belegschaft in den Mittelpunkt der unternehmerischen Kultur zu rücken.
