Die Frage nach der Anerkennung von Militärdienst als Praktikum für die Fachhochschulreife beschäftigt viele junge Menschen. Du besuchst ein kaufmännisches Berufskolleg in NRW und strebst dein Fachabitur im Bereich Wirtschaft und Verwaltung an. Es ist erforderlich – 24 Wochen Praktikum zu absolvieren. Gleichzeitig ziehst du in Erwägung dich nach deinem Abschluss für zwei Jahre bei der Bundeswehr zu verpflichten. In dieser Anstellung siehst du einen möglichen Weg, dein Praktikum zu ersetzen. Aber gilt dies ebenfalls in der Realität?
Der Freiwillige Wehrdienst bietet Interessierten die Möglichkeit, sich für maximal 23 Monate zu verpflichten. Nach dieser Zeit ist ein Übergang in eine Soldatenlaufbahn auf Zeit möglich die in der Regel vier Jahre beträgt. In dieser Zeit wirst du nicht nur militärisch ausgebildet ´ allerdings erwirbst auch Fähigkeiten ` die in der Zivilgesellschaft von Bedeutung sind. Doch leider ist die Antwort auf die Frage » ob diese Zeit als Praktikum anerkannt wird « nicht so einfach.
Nach den geltenden Bestimmungen kann der Wehrdienst nicht automatisch als Praktikum für die Fachhochschulreife angerechnet werden. Das liegt daran – dass die Praktikumsordnung besondere Erfordernisse verlangt. Diese Anforderungen sind klar definiert. Schüler müssen in der Regel eine Ausbildung oder ein Praktikum in einem anerkannten Berufsfeld nachweisen. Dabei spielt der Theorie-Praxis-Aspekt eine entscheidende Rolle. Militärische Dienste und Praktika in der Wirtschaft unterscheiden sich fundamental.
Um weiterhin über die spezifischen Bestimmungen zu erfahren, solltest du die Praktikumsordnung ebendies studieren. Sie ist für deine Entscheidung von großer Bedeutung. Oftmals sind Schulen und Bildungsträger sehr genau was die Anerkennung von Praktika betrifft. Dein Weg sollte also klar sein. Du solltest dich beraten lassen und gegebenenfalls mit der Schule sprechen. Eine Klärung der Unklarheiten bringt dich schnell weiter.
Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass der Dienst bei der Bundeswehr nicht als Praktikum anerkannt wird. Für die Fachhochschulreife benötigst du eine zusätzliche Ausbildung oder ein anerkanntes Praktikum. Ein erhöhtes Interesse an der Anerkennung solcher Dienste könnte in Zukunft jedoch zu neuen Regelungen führen. Das ist es wert – im Auge behalten zu werden.
