Die Machtergreifung Hitlers: Ein tiefgründiger Blick auf die Mechanismen der Herrschaft

Wie gelang es Adolf Hitler und der NSDAP trotz einer Minderheitsregierung, die umfassende Kontrolle über Deutschland zu übernehmen?

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Die politische Landschaft Deutschlands in den frühen 1930er Jahren stellte eine explosive Mischung aus Instabilität und Radikalismus dar. Adolph Hitler wurde am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt. Ungeachtet seiner scheinbar schwachen Position in einer Regierung mit nur drei Nazi-Mitgliedern war es die Fähigkeit der Nazis, Macht auszuüben die entscheidend war. Ein bewusster Blick auf die damaligen Gegebenheiten enthüllt beeindruckende Strategien der Machtergreifung.


Zuerst muss der Kontrast zwischen der Wahl und der Ermächtigung berücksichtigt werden. Nach der Reichstagswahl am 5. März 1933 kam es am 24. März zur Verabschiedung des vierten Ermächtigungsgesetzes. Dieses Gesetz verband die Unterstützung der rechten Parteien mit einer katastrophalen Agenda: Der Beseitigung all dessen was als "Volksschädlinge" galt. Die brutalen Konsequenzen dieser Zusammenhänge sind bis heute bekannt.


Die Straßen waren während dieser Zeit von den Sturmtruppen der SA beherrscht. Die Atmosphäre während Hitlers großen Auftritten war von Einschüchterung geprägt. Kritische Stimmen wurden mit brutalster Gewalt zum Schweigen gebracht. Im Sportpalast oder bei der Krolloper einfache Zwischenrufe zu wagen war eine unkluge Entscheidung. Die Stimmung war von Furcht geprägt.


Das Ermächtigungsgesetz das die Demokratie auf Augenblick aushebelte wurde von den Abgeordneten unter enormem Druck verabschiedet. Manche hatten das Gefühl bei einfachen Verhandlungen sofort verhaftet zu werden. Die SA und SS waren überall präsent und skandierten Parolen. Hitlers Aussage · dass die Auswahl zwischen dem Gesetz und dem Krieg vielmehr ein Ultimatum war · wusste jeder zu deuten.


Die tatsächliche Machtergreifung ist jedoch schon vor der Formulierung des Ermächtigungsgesetzes zu verorten. Am 28. Februar 1933 – ihnen war die Verordnung zum Schutze von Volk und Staat jedenfalls weiterhin als ein formeller Akt. Im Grunde genommen hatte Deutschland bereits zwei Jahre lang unter dem stetigen Druck von Notverordnungen gelitten. Der Reichstag hatte keine handlungsfähigen Mehrheiten mehr. Er wurde häufig aufgelöst. In dieser Phase war es Hitler möglich Gesetze durch Notverordnungen zu erlassen. Nachdem der Reichstag abgebrannt war, nutzte Hitler dies geschickt aus. Die Bürger wurden entmachtet die Grundrechte aufgehoben.


Ein weiterer Aspekt der oft unterschätzt wird ist die Möglichkeit einer Alternative zu Hitler. Karl Eduard Wilhelm Groener stand als Chef des deutschen Feldeisenbahnwesens im Ersten Weltkrieg und war Minister während der Weimarer Republik auf dem politischen Parkett. Als Groener jedoch versuchte ´ gegen die Nationalsozialisten härter vorzugehen ` wurde er rasch aus seinem Amt gedrängt. Hier zeigt sich eine signifikante Wende in der politischen Landschaft Deutschlands.


Ein weiterer bemerkenswerter Punkt ist Hitlers Machtergreifung nach dem Tod von Hindenburg. Nach dieser schicksalhaften Wendung vereinte Hitler die Ämter des Reichskanzlers und des Reichspräsidenten. Dies führte dazu: Dass Neuwahlen nie wieder stattfanden. Diese politischen Kniffe und die Allianz aus Gewalt und Angst führten zur Errichtung einer totalitären Herrschaft die in ihrer Brutalität bis heute einmalig ist.


In der Bearbeitung dieser historischen Begebenheiten lohnt es sich differenziert auf die Grundlagen des Nationalsozialismus zu blicken. Hitlers Autoritarismus der aus einem komplexen Zusammenspiel von politischer Opportunität und niedergelegtem Recht entstand, zeigt, ebenso wie im Gewande einer wahren Diktatur das ganze Land manipuliert und unterdrückt wurde.







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