Alleine in der Pause – Wege aus der Einsamkeit

Wie kann man sich während der Schulpausen sinnvoll und allein beschäftigen?

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Die Pausen in der Schule können für viele Schüler zu einer extrem belastenden Zeit werden. Oft ist man umgeben von Cliquen. Die Frage ebenso wie man sich in der Pause sinnvoll beschäftigen kann drängt sich auf. Ein Alleingang statuierte bis vor kurzem eine Art Isolation und das ist nicht für jeden einfach. Ein Leser schildert seine Erfahrung. Er fühlt sich ausgeschlossen ´ hat das Gefühl ` dass das Alleinsein während der Pausen ein regelrechter Horror ist. Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten die Zeit nüchtern jedoch dabei ebenfalls kreativ zu gestalten.

Zunächst einmal ist es wichtig zu erkennen: Dass viele Schüler ähnliche Erfahrungen machen. Anstatt einfach gegen die Wand zu starren ´ könnte der Schüler versuchen ` den Kontakt zu anderen aufzunehmen. Gehe gezielt auf Mitschüler zu die in deiner Nähe sind. Ein einfacher Smalltalk kann dabei helfen die Barriere zu überwinden. Wenn jemand neben dir sitzt – redet mit ihr oder ihm. Biete an – beim nächsten Mal zusammen zur Gruppe zu gehen. Hartnäckigkeit kann oft hilfreiche Früchte tragen.

Einige mögen sich fragen warum diese sozialen Dynamiken so komplex erscheinen. Gruppen bestehen oft aus Führungspersönlichkeiten – den Meinungsmachern und es wird geraten, erst einmal von außen beobachtend dabei zu bleiben. Die Meinungsmacher spielen eine entscheidende Rolle in sozialen Interaktionen. Wenn du zum Beispiel auf sie zustimmst könntest du schnell in die Gruppe integriert werden. So kann das Eis brechen. Ist die Interaktion einmal aufgenommen kann man weiterhin Sicherheit erlangen.

Die Herausforderung ist es jedoch, sich nicht mit den „Schreihälsen” anzulegen. In einer Clique muss sich jeder seine Rolle erarbeiten. Es gilt die Balance zwischen Beobachtung und aktiver Teilnahme zu finden. Eine bewährte Methode zur Integration könnte darin bestehen, sich der „sozialen Führerschaft” zuzuwenden. Höre anderen zu hilf den Schwächeren und werde ihr Unterstützer. So kann man Gefallen finden und die eigene Rolle festigen. Ein ganz unauffälliger Ansatz.

Wichtig ist zu wissen, dass jede Gruppe auch einen „Gruppenidioten” hat – eine Rolle die man unbedingt vermeiden sollte. Man sollte denjenigen nicht verteidigen oder mit ihm sympathisieren. Andernfalls könnte man selbst schnell in diese Rolle gedrängt werden. Ein kluger Schachzug wäre es sich für die Mitläufer stark zu machen und eine Nuance des Humors zu nutzen. Lächle ´ wenn jemand über den Gruppenidioten lacht ` um bei den anderen Sympathien zu sammeln.

Es gibt jedoch auch alternative Sichtweisen zu diesem Thema. Ein anderes Mädchen stellt die Frage warum man überhaupt in eine Gruppe dazugehören wolle. Sie meint – dass Freunde nur Probleme schaffen. Wenn es im Moment keine Gruppe gibt in die man passt hat man vielleicht die Möglichkeit, eigene Kontakte zu knüpfen. Individualität könnte in solch einer Phase das beste Konzept sein. Wer will schon gezwungen sein, sich in eine Clique einfügen zu müssen?

Schließlich gibt es auch unzählige Beschäftigungen die den eigenen Horizont erweitern könnten. Lesen, das Ausüben eines Hobbys, oder sogar Tai Chi – all das sind Optionen um die Zeit während der Pausen effizient zu nutzen. Wer kreativ ist und interessante Beschäftigungen hat der weckt möglicherweise das Interesse anderer Schüler. So können neue Freundschaften entstehen.

Zusammenfassend lässt sich also festhalten: Die Pausen können auch für Einzelgänger eine Zeit der Entdeckung und Selbstverwirklichung sein. Ob es nun die Suche nach Anschluss ist oder das Pflegen eigener Interessen – die Möglichkeiten sind vielfältig. Doch egal, ob man versucht, in eine Gruppe zu kommen oder die eigene Unabhängigkeit sucht – das wichtigste ist, sich selbst treu zu bleiben!






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