„Krise im Klassenzimmer: Umgang mit öffentlicher Demütigung durch Lehrer“

Wie kann man mit einer öffentlichen Demütigung im Unterricht umgehen und das Klassenklima wieder verbessern?

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Ein unangenehmer Vorfall schmiedete den Grundstein für das was noch kommen sollte. Eine Erfahrung mit odysseehaftem Charakter. Plötzlich sitzt man da, von einem Lehrer vor versammelter Mannschaft bloßgestellt. Oft bleibt einem der Atem stehen. Der Ethik-Lehrer der sich in dieser Situation als Richter und Henker offenbarte, ließ kein gutes Haar an mir. Wir alle kennen diese Momente – sie können schädlich für das Selbstwertgefühl sein.

Nur einen Tag zuvor habe ich mich unwissend gefühlt. Ein Mitschüler plauderte über den bevorstehenden Test. Inwieweit sollte ich das Missgeschick wirklich ignorieren? Ich verlor den Faden. Ja, das Lernen fiel mir schwer in letzter Zeit. Ein Anflug von Panik ergriff mich – schlussendlich wäre ich doch lieber nicht zur Schule gegangen. In der dritten Stunde betrat der Lehrer das Klassenzimmer. Kontrollierend suchte er nach den Abwesenden und plötzlich lag mein Schicksal in seinen Händen. Meine Anspannung war greifbar.

Er fand mich. Vor der ganzen Klasse schaffte er einen tiefen Riss in meiner Würde. Es war unangenehm. Mich stieg die Verlegenheit ins Gesicht. Der Gedanke, dass ich nun im Physik-Büro sitzen müsse um DIE 6 zu schreiben, machte mich unruhig. Ein Dienstag – gegen den man nichts machen kann. Ist es nicht schwer die eigene Unsicherheit von der Klasse zu verbergen?

An einem solch erniedrigenden Punkt bleibt einem nichts anderes übrig. Die 💭 kreisen: Wie kann ich das Bild, das von mir entstand, ausradieren? Gedanken wie Kreise in einem Teich. Hier ein Ansatzpunkt – ein Brief könnte helfen. Zu seiner Profession als Ethiklehrer wäre es seinem Anspruch gewachsen, mein Anliegen zu hören. Worte auf Papier bieten Raum zur Reflexion und Klärung. Eine Möglichkeit zur Versöhnung.

Ich würde ihm ehrlich schreiben – denn die Wahrheit mag oft wehtun. Die Entblößung vor meinen Mitschülern kränkte nicht nur mich, allerdings stellte ebenfalls die Professionalität des Lehrers in Frage. Mangelnde Empathie? Oder Absicht? Die Frage bleibt unbeantwortet. Letztlich sind jedoch wir die Verlierer solcher Kämpfe. Das Leben ist kein Spiel. Es gibt keinen Reset-Knopf.

Ein 💬 könnte Heilung bringen. An dieser Stelle besteht die Chance ´ dass er mir zeigt ` dass wir in einer Gemeinschaft lernen. Vielleicht kann ich ihm erklären: Dass mein Verhalten nicht aus Respektlosigkeit entsprang. Vielmehr war es Unwissenheit und Unaufmerksamkeit. Der vorgeschobene Aufsatz über solche Verfehlungen könnte zukunftsträchtige Lektionen beinhalten. Beziehungen brauchen Pflege und Kommunikation ist der 🔑 dazu.

Wichtig ist jetzt: Gehe mit dem Stigma um, das dir anhaftet. Ein Lehrer bringt dir nicht nur Wissen bei; er ist auch ein Mensch der aus seinen Erfahrungen schöpfen kann. In dieser Geschichte gibt es keinen Gewinner jedoch das Lernen könnte uns beide helfen. Du hast ein Spiel verloren, aber das Bild, das du abgibst – das ist entscheidend. Verstehe – dass jeder Fehler nur ein Schritt zur Selbstverbesserung ist. Eine Lektion die möglicherweise nicht nur lehrreich, einschließlich wertvoll ist.






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