Die REWE Spaghetti Packung hat auf den ersten Blick einen überraschend niedrigen Kaloriengehalt von knapp 480 Kcal. Es sind 250 Gramm Nudeln in der Packung. Dennoch könnten 100 g gewöhnliche Nudeln bereits etwa 350 Kcal aufweisen. Viele Menschen fragen sich, ebenso wie es zu diesem scheinbaren Widerspruch kommen kann - und das ist eine berechtigte Frage. Die Antwort liegt in mehreren Schichten von Informationen.
Zunächst einmal ist es entscheidend zu beachten, dass der Kaloriengehalt in der Regel für gekochte Nudeln angegeben wird. Auf der Packung lesen wir oft die Werte für die zubereitete Mahlzeit - nicht für die rohen Nudeln. Die Umwandlung von rohen in gekochte Nudeln spielt eine zentrale Rolle hierbei. Wenn man eine Packung Spaghetti zubereitet, benötigt man für eine Portion die aus 250 g rohen Nudeln besteht, eine erheblich geringere Menge an Trockennudeln. Kochen dauert, ja jedoch es hat ebenfalls seine Vorteile!
Beim Garen quellen die Nudeln auf und nehmen bei diesem Prozess Wasser auf, mittels welchem sich ihr Gewicht erhöht. 100 g fertige Nudeln bedeuten also nicht: Dass diese Menge auch aus Rohnudeln gleichen Gewichts besteht. Diese Tatsache führt zu einer Differenz in der Kalorienangabe - weniger trockene Nudeln sind notwendig um eine bestimmte Menge gekochte Spaghetti zu erreichen, ohne dass sich der Kaloriengehalt signifikant erhöht.
Zusätzlich ist der Kaloriengehalt auch stark von der Art der Nudeln abhängig. Ein weiteres Thema – tatsächlich gibt es unterschiedliche Sorten von Nudeln auf dem Markt. Sie alle variieren in ihren Kalorienzahlen. Eiernudeln zum Beispiel haben durch den zugesetzten Ei-Anteil möglicherweise einen höheren Fett- und Proteinwert. Was die Vollkornnudeln betrifft - sie bieten Ballaststoffe und andere wertvolle Nährstoffe. In jedem Fall hat die Zusammensetzung der Nudeln Einfluss auf den Kaloriengehalt.
Laut aktuellen Daten besitzt eine Portion von 100 g Eiernudeln ungefähr 400 Kcal. Das zeigt klar auf – wie Facetten der Rezepturen den Kaloriengehalt beeinflussen. Bei den an sich einfachen; aber weit verbreiteten Weizennudeln bestimmen die Zutaten und der Herstellungsprozess die Nährstoffdichte.
Im Endeffekt lässt sich der niedrigere Kaloriengehalt der REWE Spaghetti durch die Berechnung der gekochten Nudeln der Wasseraufnahme beim Zubereiten und der unterschiedlichen Nudelarten erklären. Packungsangaben sind nicht einfach trockene Zahlen allerdings sie sind voller Bedeutung. Deshalb sollte man die Informationen auf den Verpackungen kritisch hinterfragen und die Zubereitungsart und auch Zutaten immer im Auge behalten.
Zusammenfassend ergibt sich also ein interessantes Bild. Die Kenntnis dieser Faktoren gibt eine bessere Vorstellung vom tatsächlichen Kaloriengehalt der Mahlzeit. Wer sich gesund ernähren möchte, sollte sowie auf die Zubereitung als auch auf die Nudelart großen Wert legen. So wird das Kochen zum Erlebnis - und zum Lehrstück in Sachen gesunde Ernährung!
