Zugang zum Studium nach Berufskolleg und Fachhochschulreife

Welche Voraussetzungen und Möglichkeiten gibt es für Studieninteressierte mit Fachhochschulreife nach dem Berufskolleg?

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Ein interessanter Weg öffnet sich, wenn das Berufskolleg mit der Fachhochschulreife abgeschlossen ist. Die Türen zu den Universitäten stehen dann teils weit geöffnet. Es gibt jedoch regionale Unterschiede. Die Regelungen variieren stark zwischen den Bundesländern in Deutschland. Eine für alle gültige Regel existiert nicht. Daher ist es ratsam – ebendies zu recherchieren.

In Bayern beispielsweise bietet die Fachhochschulreife den Zugang zu einer breiten Palette von Bachelor- und Masterstudiengängen. Das ist ein Vorteil für alle Schulabgänger aus dem Berufskolleg. Der Zugang zu Fächern mit dem Staatsexamen bleibt dabei jedoch versperrt. Für Interessenten ´ die das Abitur anstreben ` ist dies eventuell einschränkend. In den Bundesländern Hessen und Brandenburg gelten spezifische Regelungen. Hier können immerhin Fachhochschulabsolventen die Universitäten besuchen trotzdem können Einschränkungen je nach Studiengang auftreten.

Der Fall Niedersachsen ist besonders komplex. Die Fachhochschulreife wird hier als "fachgebundene Hochschulreife" betrachtet. Das bedeutet – dass nur fachspezifische Studiengänge besucht werden können. Wer dennoch die Universität besuchen möchte muss hier zusätzliche Prüfungen ablegen. Außerdem ist Berufspraxis von Vorteil um die Zugangschancen zu erhöhen. Das gilt für viele Studiengänge.

Interessanterweise bringt eine abgeschlossene Berufsausbildung wie die zum "Staatlich geprüften Assistenten für Informationstechnik" einen zusätzlichen Vorteil mit sich. Zusammen mit drei Jahren Berufserfahrung könnten die Chancen steigen. Dies gilt vor allem – wenn die Bewerber den gewünschten Studiengang nicht direkt mit der Fachhochschulreife abdecken können. Aber Vorsicht! Zulassungsbeschränkungen sind vor allem bei beliebten Studiengängen präsent. Hier ist der Numerus Clausus ein entscheidender Faktor. Ohne ihn wäre die Zulassung ausgewogen.

Die Besonderheit liegt in den Sonderquoten die in solchen Fällen greifen. Bewerber ´ die keine direkt passende Qualifikation haben ` müssen möglicherweise einen Eignungstest ablegen. Die Hochschulen haben also weitreichende Entscheidungsgewalt die sich auf die Bewerbungen auswirkt. Wer sich also ambitioniert auf das Studium vorbereiten möchte, sollte frühzeitig an die Planung denken.

Es ist klar: Dass der Weg von der Fachhochschulreife zur Universität steinig sein kann. Doch mit dem nötigen Wissen und einer passenden Vorbereitung sind viele Zielsetzungen erreichbar. Letztendlich hängt alles von den individuellen Umständen der gewählten Hochschule und dem angestrebten Studiengang ab. Das rechtzeitige Informieren über Chancen und Einschränkungen ist unerlässlich. Die Anforderungen sind unterschiedlich jedoch eröffnet sich ebenfalls nach dem Berufskolleg ein breites Spektrum an Bildungschancen.






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