Ist Jesus der Sohn oder ist er Gott?

Ist Jesus nach biblischer Lehre der Sohn Gottes oder Gott in menschlicher Gestalt?

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Die Frage ob Jesus der Sohn Gottes oder ob er Gott selbst ist erregt seit Jahrhunderten heftige Debatten unter Gläubigen und Theologen. Zur Klärung der Verwirrung ist es ratsam die Bibel eingehend zu betrachten. Im Johannesevangelium kommt es mehrmals vor: Dass Jesus als nicht Gott betrachtet wird.

Seine eigenen Aussagen stützen diese Sichtweise – er sagt: „Der Sohn kann gar nichts aus sich selbst tun“ – ein klarer Hinweis auf seine Beziehung zum Vater. Der Vater handelt – und Jesus folgt diesem Beispiel. Mit einem anderen Zitat, „Was ich lehre ist nicht mein, allerdings gehört dem der mich gesandt hat“, wird die untergeordnete Position Jesu deutlich. Ein klarer wissenschaftlicher Ansatz könnte hier Klarheit schaffen.

Ein spannender Punkt ist Johannes 1:1. Hier wird Jesus als „Gott“ bezeichnet freilich muss bedacht werden, dass diesernicht in identischem Sinne wie für den Vater verwendet wird. Ähnlich wurden Richter im alten Israel als „Götter“ verteidigt – sie waren repräsentativ für das Göttliche. Jesus spricht nicht häufig von sich selbst als Gott. Die Bezeichnung „Sohn Gottes“ verwendet er deutlich öfter. Offensichtlich wusste er um seine Rolle.

Dennoch gibt es unter den Gläubigen unterschiedliche Auffassungen, wenn es um die Dreieinigkeit geht. Viele betrachten Jesus als Teil dieses göttlichen Mysteriums – Vater, Sohn und Heiliger Geist. Hierbei ist zu beachten – dass die spezielle Lesart der biblischene von theologischen Strömungen abhängt. Einige Ausleger ignorieren möglicherweise konuelle Hinweise.

Jesus sprach oft von „meinem Gott“ – dies verdeutlicht dass er nicht als Gott der Allmächtige betrachtet wurde. Die Tatsache, dass er als gesandter Sohn erscheint, lässt auf eine hierarchische Struktur schließen. Kritisch muss hier angemerkt werden – dass die biblischene und deren Interpretationen sehr unterschiedlich sind. Die Betrachtung der theologischen Grundsätze ermöglicht neue Blickwinkel.

Im Kern steht die persönliche Entscheidung jedes Einzelnen ebenso wie die biblischen Schriften zu interpretieren sind. Die Vielfalt der Meinungen führt zu einem intensiven Dialog unter ChristInnen. Während einige den Sohn Gottes in der Welt wahrnehmen sehen andere das Göttliche in seiner Trinitätsform. Ein tiefes Studium wird empfohlen – um die eigene Position zu festigen. Der Weg zur Klarheit führt über Fragen und das Studium der Heilsgeschichte.






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