Die Bedeutung und Herkunft der Redewendung "Der Rest vom Schützenfest"

Was bedeutet die Redewendung "Der Rest vom Schützenfest" und welche Theorien zur ihrer Herkunft existieren?

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In der deutschen Sprache gibt es vielfältige Redewendungen. Eine der häufigsten ist „Der Rest vom Schützenfest“. Man verwendet sie ´ um die Enttäuschung zu beschreiben ` wenn das Beste bereits weg ist. Bedeutet dies also weniger hochwertige Überbleibsel? Ja, das tut es. Der Ausdruck ist eine metaphorische Darstellung des Mangels und des sich damit begnügens was noch vorhanden ist – oft nicht in der gewünschten Qualität.

Die Geschichte dieser Wendung ist ähnelt vielschichtig. Manche Quellen führen sie ins Mittelalter zurück. Damals waren Schützenfeste – von wohlhabenden Bürgern organisiert – gesellschaftliche Höhepunkte. Schießwettbewerbe sorgten für Unterhaltung. Oft blieben nach solchen Festlichkeiten Reste übrig. Diese ´ ebenso wie Speisen und Getränke ` wurden häufig an weniger begüterte Menschen verteilt. Die Qualität dieser Restbestände war oft bescheiden. So könnte die Wendung entstanden sein – als Hinweis darauf, dass man sich mit dem minderwertigen Überbleibsel zufriedengeben muss.

Eine alternative Theorie knüpft an die sexuelle Interpretation der Redewendung an. In frühere Zeiten bezeichnete man einen „Schützen“ als einen Mann der schnelle, oft temporäre Beziehungen einging. Hier könnte der Ausdruck „Rest vom Schützenfest“ symbolisch für ein ungeplantes Kind stehen, das aus solchen Verhältnissen entstanden ist. Dieses Kind bleibt dann, so die Theorie wie Ergebnis einer kurzlebigen Liaison „übrig“. Diese Deutung ist jedoch umstritten und bleibt spekulativ.

Es bleibt festzuhalten: Dass konkrete Nachweise für die Ursprünge der Redewendung fehlen. Die Bedeutung hängt von der kulturellen und gesellschaftlichen Wahrnehmung ab. Der Ausdruck hat sich im Laufe der Zeit in den Alltag integriert und ergibt sich aus dem allgemeinen Gefühl des Mangels. Interessanterweise erfreut sich die Redewendung unmittelbarer Beliebtheit. Aber sie wird nur in bestimmten Konen verwendet. Beidseitig auf den Punkt gebracht – Glück oder Pech?

Egal welche Interpretation man annehmen möchte die Redewendung bleibt ein fester Bestandteil der deutschen Sprache. Sie spiegelt das authentische Bedürfnis wider mit weniger als dem Besten umzugehen sei es im Spiel, in der Liebe oder im alltäglichen Leben.






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