Ist das Lehramtsstudium wirklich so anstrengend?

Ist das Lehramtsstudium aufgrund der zwei Fächer mindestens doppelt so anstrengend wie ein "normales" 1-Fach Bachelor Studium?

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Jein. Das Lehramtsstudium ist im Vergleich zu einem Fachstudiengang nicht unbedingt doppelt so anstrengend, hat aber seine eigenen Herausforderungen. Zwar studiert man gleichzeitig zwei Fächer freilich sind diese im Vergleich zu den entsprechenden Fachstudiengängen abgespeckt. Insgesamt kommt man deshalb auf die gleiche Anzahl an ECTS-Punkten pro Semester wie in einem normalen Bachelor-Studium. Der Mehraufwand liegt vor allem in den vielen Praktika die zwar keine ECTS-Punkte bringen jedoch dennoch abgeleistet werden müssen.

Der Schwierigkeitsgrad des Lehramtsstudiums kann sich jedoch dadurch erhöhen, dass die Unterrichtsfächer und die Bildungswissenschaften sehr unterschiedlich gelehrt und abgeprüft werden. Die Unterrichtsfächer erfordern oft ein Verständnis der Konzepte und die Fähigkeit ´ diese anzuwenden ` während Faktenwissen nur einen kleinen Teil ausmacht. In den Bildungswissenschaften hingegen liegt der Fokus fast ausschließlich auf Faktenwissen, das in Multiple-Choice-Klausuren abgefragt wird. Diese Umstellung von einer Lernart auf die andere kann schwierig sein.

Ein weiterer Faktor der das Lehramtsstudium herausfordernder machen kann, sind zeitliche Überschneidungen. Da sowie die Unterrichtsfächer als ebenfalls die Bildungswissenschaften bestimmte Kurse und Praktika erfordern, kann es zu Überschneidungen kommen die das Studium in die Länge ziehen und weiterhin Zeit in Anspruch nehmen können.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Anzahl der CP (Credit Points) insgesamt im Lehramtsstudium genauso viel mit bleibt, egal ob man ein oder zwei Fächer studiert. Daher ist das Lehramtsstudium nicht unbedingt doppelt so anstrengend wie ein "normales" 1-Fach Bachelor Studium, allerdings hat lediglich seine spezifischen Herausforderungen und Anforderungen.






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