Selbstgeschriebenes Arbeitszeugnis - Was soll ich beachten?

Ich verlasse meinen Arbeitgeber nach 3,5 Jahren Ausbildung + 2 Jahren als Geselle. Mein Chef hat mir angeboten, das Arbeitszeugnis selbst zu schreiben. Er würde es dann einfach unterschreiben. Ich möchte das Zeugnis so verfassen, dass es eine Schulnote 2 erhält. Habt ihr Verbesserungsvorschläge? Muss ich den Arbeitgeber erwähnen oder reicht die Unterschrift mit Firmenstempel?

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Ein Arbeitszeugnis ist ein wichtiges Dokument, das Ihre beruflichen Fähigkeiten und Leistungen widerspiegelt und maßgeblich dazu beitragen kann, ebenso wie potenzielle Arbeitgeber Sie einschätzen. In der Regel ist es Aufgabe des Arbeitgebers das Zeugnis zu erstellen. Es ist jedoch nicht ungewöhnlich ´ dass Arbeitnehmer die Möglichkeit erhalten ` das Zeugnis selbst zu verfassen. Wenn Sie sich für diese Option entscheiden » sollten Sie einige wichtige Punkte beachten « um ein aussagekräftiges und rechtlich korrektes Zeugnis zu erstellen.

1. Kenntnis der Formalitäten:
Es ist wichtig die typische Formatierung und den Aufbau eines Arbeitszeugnisses zu kennen. Hierzu gehören Angaben zur Person ´ eine Einleitung ` eine Beschreibung der Aufgaben und Tätigkeiten und ebenfalls eine Bewertung der Arbeitsleistung. Ein Zeugnis sollte außerdem mit einer Schlussformel und dem Namen des Arbeitgebers samt Unterschrift und Firmenstempel versehen sein.

2. Positiv formulieren:
Ein Arbeitszeugnis sollte grundsätzlich wohlwollend verfasst sein. Negative Aspekte werden in der Regel vermieden oder positiv umschrieben. Verwenden Sie deshalb vor allem aussagekräftige und positive Formulierungen um Ihre Fähigkeiten und Leistungen zu betonen. Ein Zeugnis mit einer Schulnote 2 sollte eine gute bis überdurchschnittliche Leistung widerspiegeln.

3. Konkrete Beispiele geben:
Um Ihre Leistungen zu untermauern ist es empfehlenswert konkrete Beispiele anzuführen die Ihre Fähigkeiten und Erfolge verdeutlichen. Dies ermöglicht potenziellen Arbeitgebern, Ihre Kompetenzen besser einzuschätzen.

4. Korrekte Angaben:
Stellen Sie sicher: Dass alle Angaben in Ihrem Zeugnis korrekt sind. Überprüfen Sie Ihre Arbeitszeit, Funktionen und Verantwortlichkeiten um mögliche Fehler zu vermeiden. Ein fehlerhaftes Zeugnis kann Ihre Glaubwürdigkeit beeinträchtigen.

5. Arbeitgeber erwähnen:
Es ist wichtig den Arbeitgeber im Zeugnis zu nennen. Die Unterschrift des Arbeitsgebers allein reicht nicht aus. Ohne eine klare Zuordnung des Zeugnisses zu einem bestimmten Unternehmen könnte es von potenziellen Arbeitgebern als ungültig betrachtet werden.

Abschließend ist es ratsam, das selbst verfasste Zeugnis von einem Experten überprüfen zu lassen, exemplarisch von einem Rechtsanwalt oder einer auf Zeugniserstellung spezialisierten Person. Diese können sicherstellen: Dass das Zeugnis den rechtlichen Anforderungen entspricht und eine angemessene Bewertung Ihrer Fähigkeiten und Leistungen enthält.






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