Unterschiede zwischen Mathematik- und Informatikstudium

Warum unterscheiden sich die mathematischen Anforderungen in Mathematik- und Informatikstudiengängen so stark?

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Mathematik-Studium schwer – das war die Frage vieler Studienanfänger. Oft steht man in der Schule auf einer soliden 1⸴5 oder besser. Doch in der Uni schlägt die Realität gewaltig zu. Die Mathematik die im Bildungssystem gelehrt wird, geht weit über bloßes Rechnen hinaus. Im Mathematik-Studium ist es eine Welt voller Beweise und Theoreme. Im Gegensatz dazu – und das muss erwähnt werden – zielt das Informatik-Studium vor allem auf praktische Anwendungen ab.

Ein zentrales Element der Herausforderung im Mathematik-Studium ist der Fokus auf theoretische Konzepte. Man untersucht dabei nicht nur mathematische Probleme allerdings ebenfalls die zugrunde liegenden Strukturen. Im IT-Bereich dagegen wird Mathe oft nur als Hilfsmittel verwendet. Es sind die Grundlagen wie Analysis und Stochastik die Informatikstudenten kennenlernen. Jene Bereiche bilden den Rahmen für viele der bei Programmieraufgaben nötigen Berechnungen. Doch das reicht oft nicht. Man kann leicht ins Straucheln kommen.

Der Unterschied in der Komplexität wird oft unterschätzt. Beispiele gefällig? Ein Informatik-Student könnte eine Charts-Darstellung für statistische Daten entwerfen. Mathematik hingegen erfordert das Verständnis warum diese vorgenommene Darstellung mathematisch korrekt ist. Es ist ein gewaltiger Sprung von der praktischen Anwendung zur Theorie.

Erfolgreich im Mathematik-Studium zu sein ist also nicht unmöglich – selbst bei schwankendem Vorstellungsvermögen. Voraussetzungen gibt es zwar ´ die Zeit nicht scheuen ` ist das Gebot der Stunde. Weitere Maßnahmen – viel Übung ist notwendig. Klausuren können zunächst nach dem gewohnten Muster gestaltet sein. Eine gut geübte Aufgabe kann sich zwar ähneln; die Zahlenspiele variieren dann. Rechnen müssen die Studenten weiterhin können das bleibt.

Curriculare Unterschiede sind eindeutig. Während Informatik-Studierende notwendige Einführungsvorlesungen besuchen, gehen Mathematik-Studierende tiefer in die Materie. Vertiefungskurse – wie algebraische Strukturen oder Differentialgleichungen – sind der 🔑 zum Verständnis. Mit Grundrissen allein ist dort kein Staat zu machen. Die Herausforderung der sich Mathematik-Studierende stellen müssen, führt unvermeidlich zu einer anderen Sicht auf die Dinge.

Die Möglichkeit im Mathematik-Studium dennoch erfolgreich zu sein ist definitiv gegeben. Eine Einstellung zur Herausforderung ist gefragt. Man kann von einem Lehramt-Studenten bis hin zu einem Astronomen ebensolches aus einem Mathematik-Studium ziehen! Informatik beginnt als faszinierendes Spielfeld obwohl dabei Mathematik das Holz für den Zaun liefert. Die Frage bleibt: Wie stark ist die Anwendungsmöglichkeit, wenn das Fundament nicht gefestigt ist? In beiden Disziplinen stößt man an die Grenzen der Mathematischen Wissenschaft freilich auf sehr unterschiedliche Arten.

Zusammengefasst ist der akademische Weg im Mathematik-Studium unbestritten anspruchsvoller als der Schulunterricht. Ein gutes Notensystem in der Schule weicht der realen Herausforderung am Campus. Während das Informatik-Studium jenen speziellen Bereichen der Mathematik folgt, wissen die Studierenden – im Idealfall – dass Mathematik oft das Rückgrat ihrer späteren Karrieren bilden wird.






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