Die Berechnung der variablen Kosten kann eine anspruchsvolle Aufgabe sein. Doch lässt sich dies schrittweise angehen. Zunächst haben wir ein Beispiel. Ein EDV-Großhändler erzielte im Mai einen Umsatz von 2․900.000 € und im Juni einen Umsatz von 3․300.000 €. Die Handlungskosten betrugen im Mai 790․000 € und im Juni 850․000 €. Der Wareneinsatz betrug in beiden Monaten 72 % des Umsatzes. Diese Informationen helfen uns.
Um die variablen Kosten zu berechnen, fangen wir mit dem Wareneinsatz an. Im Mai belief sich dieser auf 2․088.000 € und im Juni auf 2․376.000 €. Die Materialkostenzunahme von Mai auf Juni beträgt dadurch 288․000 €. Diese Zunahme ist entscheidend – wenn wir die variablen Kosten bestimmen wollen.
Die Handlungskosten steigen zudem von 790․000 € auf 850․000 €. Damit ergibt sich eine Erhöhung um 60․000 €. Hierbei gilt es zu bedenken ´ dass wir annehmen ` die fixen Kosten bleiben dauerhaft. Das lässt uns die variable Kostenberechnung weiter differenzieren. So teilen wir die Zunahme der Handlungskosten durch die Erhöhung des Wareneinsatzes. Das führt zu einem Verhältnis von 0․2083. Ein interessanter Faktor – da wir damit die variablen Kosten ermitteln können.
Nun wenden wir diese Rate auf die Materialeinsätze im Juni an. Das ergibt: 2․376.000 € multipliziert mit 0․2083 was 495․000 € entspricht. Wir haben also die variablen Kosten für Juni ermittelt. Aber das ist noch nicht alles.
Um einen umfassenden Blick zu erhalten, schauen wir uns die gesamte finanzielle Situation an. Im Mai waren die variablen Kosten in Relation zu den Handlungskosten 15 % des Umsatzes. Wenn wir den Mehrumsatz von 400․000 € betrachten und wissen, dass die Handlungskosten um 60․000 € gestiegen sind, verstehen wir, dass dies 15 % des zusätzlichen Umsatzes darstellt. Damit ergibt sich: Die variablen Kosten im Umsatz insgesamt 87 % des gesamten Umsatzes ausmachen.
Folglich können wir die variablen Kosten für Juni berechnen: 3․300.000 € multipliziert mit 87 % ergibt 2․871.000 €. Ein anschauliches Ergebnis dieser Berechnung. Ein gründliches Verständnis dieser Schritte und Annahmen ist entscheidend. Das ermöglicht die besten Entscheidungen in der Unternehmensführung zu treffen.
Die korrekte Berechnung der variablen Kosten basiert auf einer klaren Analyse der Umsätze und Kosten. So wird transparent – ebenso wie sich Kostenstrukturen ausarbeiten und welche Ansätze sinnvoll sind. Mit diesen Informationen wird es einfacher fundierte wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen.
