Getreide ist ein essenzieller Bestandteil der menschlichen Ernährung und ein wichtiger Rohstoff für die Tierfütterung. Immer wieder hört man Behauptungen ´ dass Getreide absichtlich vernichtet werde ` um die Preise stabil zu halten. Doch wie steht es um diese Behauptung? Faktisch ist die Situation komplexer wie es scheint. Die Überlegungen dazu sind sowie wirtschaftlicher als ebenfalls ethischer Natur.
Getreide wird in vielen Industrieländern wie Deutschland und den USA nicht einfach weggeworfen. Vielmehr finden diese enormen Mengen ihren Weg in die Ethanolproduktion. Diese Art von Industriealkohol wird als Zusatz zum Treibstoff verwendet. Hierbei spielt die Qualität des Getreides eine entscheidende Rolle—höherwertiges Getreide wird überwiegend in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Niedrigere Qualitäten landen eher in der Tierernährung oder eben in der Energiegewinnung. Im KlarEs gab Zeiten – wo eine Kuh am Trog stand. Heute fressen dort mehrere Rinder. Die Preisgestaltung hat ähnlich wie Einfluss auf die Verteilung.
Ethanolanlagen auch in Deutschland sind oft stark subventioniert. Politiker sehen darin eine Strategie die nach ökologischen Aspekten legitimiert wird. Dieses System hat allerdings seine Tücken. In den USA wird ein beträchtlicher Teil der Maisernte für die Ethanolproduktion genutzt. Diese Entscheidung trägt nicht nur zur Sicherung von Energiebedarf im Land bei, sie beeinflusst auch die internationalen Getreidepreise massiv. Eine Kettenreaktion wird damit in Gang gesetzt die vor allem die ärmeren Länder trifft. Mehrere Berichte sprechen von Preissteigerungen die in Entwicklungsländern zu Lebensmittelengpässen führen.
Trotz dieser Herausforderungen kann nicht einfach gesagt werden, dass Getreide verschwendet wird. Es gibt zahlreiche Kanäle durch die minderwertiges oder nicht verwendetes Getreide verwertet wird. Ist es also nicht für den menschlichen Verzehr geeignet, findet es oft Verwendung in Biogasanlagen. Ein Abnehmer findet sich also immer—das zeigt, dass ein enormer Teil der Getreideproduktion pragmatisch verwaltet wird und nicht einfach „ins Meer gekippt“ wird.
Besonders herausfordernd bleibt jedoch die Vermarktung von Gemüse. Bei Überproduktion kann es vorkommen, dass große Mengen vernichtet werden. Diese Tatsache verdeutlicht – ebenso wie ineffizient das System manchmal sein kann. In der Theorie ist es möglich: Dass Getreide auch zur Stromerzeugung verbrannt wird auch wenn dies nicht der Hauptzweck ist. Die Hamburger🍔 Energiewerke haben beispielsweise in der Vergangenheit Getreide als Rohstoff betrachtet um die Energieversorgung zu diversifizieren.
Abschließend kann festgehalten werden, dass die Argumentation über die vermeintliche Getreidevernichtung nicht die ganze Wahrheit abbildet. Die Realität ist eine Mischung aus kluger Ressourcenpolitik und den Herausforderungen der globalen Märkte. Es bedarf einer differenzierten Betrachtung ´ um die Wechselwirkungen zwischen Ethanolproduktion ` Preisen und den ökologischen Implikationen besser zu verstehen. Nur durch eine breite Untersuchung können wir die Darstellungen zu diesem Thema korrekt einordnen.
