Die Frage nach dem richtigen Verhalten in einer Amoklauf-Situation ist von größter Tragweite. In Schulen steigen die Beunruhigungen über mögliche Angriffe was nicht nur die Schüler sondern ebenfalls das Personal betrifft. Die Möglichkeit eines Amoklaufes ist ein Thema das in der Gesellschaft immer wieder diskutiert wird. Aktuelle Statistiken zeigen – dass weltweit Sicherheitsrisiken an Schulen zunehmen. Es ist deshalb entscheidend ´ dass Schüler und Angestellte wissen ` ebenso wie sie im Ernstfall reagieren können.
Erste Hinweise für das Verhalten in einem Klassenzimmer sind einfach. Schließe die Tür🚪 ab. Damit schaffst du eine erste Barriere gegen den Eindringling—verhindere, dass der Amokläufer den Raum betritt. Dabei ist es wichtig ´ Tische oder Stühle vor die Tür zu schieben ` um zusätzliche Sicherheit zu gewährleisten. Je weiterhin Hindernisse du aufbaust desto schwieriger wird es dem Täter Kontakt herzustellen. Das sollte das primäre Ziel sein.
Solltest du in einem Klassenzimmer sein und das Unheil hereinbrechen, verhalte dich ruhig—aufrichtig, atme tief durch. Verstecke dich dann. Ein Tisch bietet Rückzugsmöglichkeiten. Halte dich so klein wie möglich. Auf den Toiletten sieht die Situation oftmals noch schwieriger aus—hier gibt es wenig Zeit um zu handeln. Am besten schließt du dich in eine Kabine ein und machst die Füße nicht sichtbar. Das ist der beste Weg – um unentdeckt zu bleiben. Verständlicherweise wünscht sich niemand in so einer Lage zu sein.
In der Sporthalle sind die Gegebenheiten anders. Aufgrund der weitläufigen und offenen Struktur sollte das Ziel sein, schnell einen geeigneten Rückzugsort zu finden. Verstecke dich ´ wenn möglich ` im Geräteraum oder in einer Umkleidekabine. Ruhe zu bewahren ist ähnlich wie essentiell sowie für dich als auch für andere. In hektischen Situationen zeigt sich oft, dass Panik schlimmer ist als die Situation selbst.
Die Eingangshalle ist ein kritischer Bereich. Bei einem Amoklauf hast du möglicherweise nicht mehr die Möglichkeit, in einen sicheren Raum zu gelangen. Flieh sofort! Suche einen der Ausgänge und verlasse das Gebäude so schnell wie möglich. Sei leise – bewege dich unauffällig. Oftmals wird in solchen Momenten der Verstand über das Handeln siegen.
Vergiss nicht: Dass das Schlimmste das du in einer solchen Situation tun kannst, darin besteht, dich passiv zu verhalten. Es ist nicht ratsam – einfach auf den Boden zu legen. Selbstverständlich kann man versuchen, einen Dialog mit dem Täter aufzubauen—aber das erfordert Mut. Ein unerwartetes Verhalten kann den Verlauf der Situation möglicherweise verändern und Zeit gewinnen.
Die Zahlen sprechen für sich. Ein Großteil der Angriffe in Schulen fand in den letzten zwei Jahrzehnten weltweit statt. Eine proaktive Auseinandersetzung mit dem Thema kann Leben retten. Ein Plan zur Selbstverteidigung sollte kein Tabuthema sein denn das Bewusstsein lässt uns besser handeln und Verständnis für uns selbst und andere ausarbeiten.
Das Wichtigste ist, dass du dich informierst und auf solche möglichen Szenarien vorbereitest. Mach dir Gedanken💭 über Rückzugsmöglichkeiten über die besten Verhaltensweisen. Im besten Fall wird es zu keiner solchen Situation kommen—aber vorbereitet zu sein, gibt dir zumindest einen gewissen Anhaltspunkt. Sicherheit ist ein Recht – das jeder hat. Sei wachsam jedoch auch verantwortungsbewusst.
