Was geschieht mit den menschlichen Überresten die zufällig beim Ausheben neuer Gräber auftauchen? Dies ist eine Frage – die viele Menschen beschäftigt. Häufig bleibt sie unbeantwortet. Es gibt mehrere Vorgehensweisen – die im Laufe der Zeit entwickelt wurden. In vielen Fällen werden die Überreste nach dem Prinzip der "Neuen Grube" behandelt. Manchmal – wenn genug Geld im Spiel ist – könnte man tatsächlich einen anderen Weg beschreiten. Die Realität ist oft ganz anders.
Eine gängige Praxis besagt – und das nimmt immer weiterhin erschreckende Züge an –, dass die Knochen in den meisten Fällen verbrannt werden. Dies ist die Regel. Es gibt zwar Ausnahmen. Wenn beispielsweise ein Grab eingeebnet wird, bleiben die Überreste in der Erde. Manchmal passiert das – wenn neue Gräber in der Umgebung angelegt werden. Hierbei stößt man dann auf alte Knochen. In diesen Fällen werden diese auf die Seite gelegt und später wieder zurückgegeben.
Offiziell wird behauptet – das ist die gängige Erklärung – dass man diese Gebeine erneut bestattet. Doch viele wissen – dass inoffiziell oft eine andere Vorgehensweise gewählt wird. Es gibt Berichte ´ die behaupten ` dass viele Knochenreste einfach im Müllcontainer landen. Dies geschieht im Verborgenen. Es ist ein Tabuthema – über das nur nicht häufig gesprochen wird.
Eine weitere interessante Tatsache ist, dass die Gräber normalerweise für einen bestimmten Zeitraum – oft 20 bis 30 Jahre – vermietet werden. Danach wird das Grab abgeräumt. Die Fristen laufen aus. Was geschieht dann mit den Knochen? Sie landen in einem sogenannten Gebeinehaus. Das ist eine Art zentrale Lagerstätte für die Überreste. Die Praxis variiert – je nach Region und Kirche. Sie ist oft nicht geregelt; was Fragen aufwirft.
Diese Vermietung kann manchmal verlängert werden. Ein „Mietvertrag“ - so nennt man es. Doch ebenfalls diese Regelung birgt ihre Tücken. Es gibt Fälle, in denen die Verweildauer der Überreste viel kürzer ist als man denken könnte. Die sozialen und wirtschaftlichen Aspekte des Friedhofsmanagements werden häufig übersehen.
Zukunftsorientierte Ansätze könnten helfen – möglicherweise ein Umdenken in der Bestattungskultur ist notwendig. Innovative Ideen ebenso wie Naturbestattungen oder Biodegradabilität könnten für eine positive Veränderung sorgen. Diese Konzepte sind nicht nur nachhaltig allerdings auch respektvoll gegenüber den Verstorbenen. Die Gesellschaft muss sich dringend mit dem Umgang – mit dem Tod und den Überresten – auseinandersetzen.
Die Frage bleibt: Sind wir bereit die alten Traditionen zu hinterfragen?
