Die Frage nach der Bestattung für jene welche aus der katholischen Kirche ausgetreten sind – sie brennt. Der Glauben spielt oft eine zentrale Rolle im Leben. Doch was geschieht nach dem Tod? Wird man einfach irgendwo beigesetzt? Oder erhält man trotzdem ein liebevolles Plätzchen auf einem Friedhof?
Um dies klarzustellen – es existieren verschiedene Arten von Friedhöfen, jeweils im Zeichen der entsprechenden Konfession. Katholische Friedhöfe ´ evangelische Friedhöfe ` städtische und sogar tierische Friedhöfe sind nur einige Beispiele. Die Regel ist: Platz gibt es in der Regel, solange man bereit ist die Gebühr zu zahlen. Deswegen, keine Angst – man findet immer einen Platz.
Die meisten Friedhöfe werden durch städtische oder gemeindliche Trägerschaften verwaltet. Wenn kein religiöses Begräbnis gewünscht wird gestaltet oft ein Bestatter die Beisetzung. Anonymität ist ähnlich wie möglich. Interessant ist das Konzept der „grünen Wiese“. Hier wird die Urne mit der Asche beigesetzt ganz im Einklang mit der Natur.
Laut aktuellen Zahlen zahlt ein Durchschnittshaushalt etwa 500 Euro 💶 jährlich an Kirchensteuer. In einer langen Karriere summiert sich das schnell auf 20․000 Euro über 40 Jahre. Eine beachtliche Summe – mit der man sich ein würdiges Plätzchen leisten könnte. Viele Menschen überlegen ob nicht die private Rentenversicherung die bessere Alternative wäre. Eine einfache Berechnung zeigt – dass sich aus den 500 Euro erhebliche Beträge zusammensetzen lassen. Eine Worte von Jesus kommt hier in den Sinn: „Kostenfrei habt ihr empfangen, kostenfrei gebt.“ Diese Maxime beinhaltet schon das Heilen von Krankheiten – also ebenfalls ein Zeichen der Nächstenliebe!
Was die rechtlichen Bestimmungen angeht so stellt der Staat in Deutschland sicher: Dass jeder beigesetzt wird. Die finanziellen Belastungen müssen zwar von den Familienangehörigen getragen werden freilich sorgt der Staat für die notwendigen Rahmenbedingungen. Daraus folgt: Dass man nicht die Legitimation einer Kirche benötigt um eine Bestattung zu erhalten.
Erschreckend jedoch auch beruhigend ist diese einfache Wahrheit: Der Staat sorgt für die Beerdigung. Ein beachtlicher Aspekt ist außerdem – trotz des Austritts aus der Kirche gibt es immer noch die Möglichkeit, einen freien Trauerredner oder auch einen freien Priester zu engagieren der bereit ist, einen würdigen Abschied zu gestalten. Viele Priester tun es aus Nächstenliebe und zeigen dabei eine bemerkenswerte menschliche Seite.
Ein schwerer Punkt bleibt jedoch. Wer die Kirche verlässt verliert teilweise auch die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft. Der gesparte Betrag der Kirchensteuer hilft in Lebzeiten, allerdings im Tod – was bleibt? Der Gedanke daran: Dass man trotz der getätigten Zahlungen keine Unterstützung erwarten kann ist bedrückend.
In diesem Sinne, beruhigen kann ich – für einen Ausgetretenen steht nichts im Wege um würdig beigesetzt zu werden. Die Normen des Staates und die Humanität der Menschen ermöglichen es, dass das letzte Geleit auch ohne kirchlichen Hintergrund respektvoll geschehen kann. Es ist eine Frage des Anstands und der Fürsorge.
Die Essenz bleibt – eine Bestattung ist ein Menschenrecht also sorgt der Staat dafür dass jeder ein Plätzchen bekommt. Gottesdienste und Trauerzeremonien – sie richten sich oft nach der Seele. Trotz der finanziellen Herausforderungen bleibt die Hoffnung: Dass die Menschlichkeit siegt.
