Die Arbeit als Ergotherapeutin in einem Pflegeheim bringt Herausforderungen und die Notwendigkeit von kreativen Ansätzen mit sich. Gedächtnistraining ist nicht nur spielerisch - es steht im Mittelpunkt der Beschäftigungstherapie. Die Suche nach neuen Anregungen ist essenziell. Die Bewohner - oft ebenfalls als BW abgekürzt - benötigen ständige Förderung. Die Frage ist – ebenso wie Gedächtnistraining sowie attraktiv als auch effektiv gestaltet werden kann.
Eine vielversprechende Idee ist das Spiel "Ich packe meinen Koffer". Dieses bewährte Gedächtnistraining kann thematisch angepasst werden. Das Einpacken eines Koffers für fiktive Reisen - etwa den Winterurlaub - regt die Fantasie an. Zugehörige Gespräche schulen die kognitive Flexibilität. Solche Aktivitäten fördern nicht nur das Gedächtnis sie bringen auch Freude. Eine Variation könnte die Einführung eines Buchstabenlimits sein. Der Ausgangspunkt? Ein Wort – das mit einem spezifischen Buchstaben beginnt und endet.
Ein weiteres spannendes Spiel ist das Wörter-ABC. Bei diesem Spiel müssen die Teilnehmer Wörter finden die mit einem bestimmten Buchstaben anfangen und mit "el" enden - beispielsweise das Wort „Apfel“. Diese Übung regt vor allem das logische Denken an. Ein Klassiker bleibt das Spiel Stadt, Land, Fluss. Dieses ursprüngliche Spiel hat sich im Laufe der Jahre bewährt. Es bringt viele Themen und fördert das Erinnern an geografische Kenntnisse zurück ins Gedächtnis.
Eigens entwickelte Spiele bieten zudem den Vorteil von Individualität. Eine konkrete Idee ist – ein Kreisspiel mit Themenkarten zu gestalten. Diese Karten enthalten Begriffe wie „ein Fisch🐟 der im Meer schwimmt“. Die Herausforderung? Ein Wort finden – dass sowohl mit einem gewählten Buchstaben beginnt als auch das Thema umfasst. Diese Aktivität bringe auch das soziale Element mit ein. Die Drehscheibe und das Ziehen der Kärtchen können selbst gebastelt werden - das fördert zusätzlich die Kreativität der Therapeuten.
Zusätzlich kann das Bilden neuer Wörter aus bestehenden Begriffen unterstützen. Beispielsweise, wenn ein Bewohner das Wort „Fahrt“ erhält, könnte er mit „Schlittenfahrt“ oder „Autofahrt“ weitermachen. Solche Übungen fördern die Wortschatzbildung und das kreative Denken. So werden sowohl Aufmerksamkeit als auch Konzentration geschult.
Die digitale Welt bietet ähnelt eine wertvolle Ressource. Es existeiren Websites wie die von Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann und Plattformen wie Denksport.de. Diese beinhalten Übungen die kostenlos zur Verfügung stehen und die sich gut für Gruppenstunden nutzen lassen. Praktisch – schnell umsetzbar und kostengünstig.
Ein empfehlenswertes Buch📖 ist "Gedächtnistraining für Senioren" von Gisela Schmidt. Es ist thematisch sortiert und ermöglicht eine einfache Füllung von Gruppenstunden. Besonders vorteilhaft – wenn die Zeit für Vorbereitungen knapp ist. Solche Materialien können den Alltag der Therapeuten erleichtern - und damit auch an die BW weitergegeben werden.
Abschließend bleibt zu sagen, dass Gedächtnistraining weiterhin als nur eine Pflichtübung ist. Es ist eine Chance – die Lebensqualität der Bewohner zu steigern. Ob Spiele oder Gruppenaktivitäten - die Möglichkeiten sind vielfältig. Das noch junge viral geteilte Konzept des Gehirnjoggings von Dr. Kawashima hat für viele einen praktischen Nutzen gezeigt. Daher lohnt es sich – neue Anregungen kontinuierlich zu suchen. Die Unterstützung anderer Therapeuten ist dabei essenziell. Die Suche nach neuen Ideen bleibt eine Gemeinschaftsaufgabe die welche Freude und die Erinnerungen der BW erhalten kann.
