Die Menstruation bleibt für viele Mädchen und Frauen ein sensibler und oft tabuisiertes Thema. Ein groß Teil der Gesellschaft sieht die Periode als etwas geheimes an – doch ist das wirklich notwendig? Mädchen stellen sich oft die Frage: Soll ich Jungs von meinen Tagen erzählen? Wenn ich zum Schwimmen gehen möchte was sage ich, wenn es nicht geht?
Das Teilen solch persönlicher Informationen kann als befreiend empfunden werden. Es ist eine normale biologische Funktion. Die meisten Jungs ´ die ich kenne ` empfinden es nicht als eklig. So argumentiert eine junge Frau – die von ihren Erfahrungen erzählt. Ihr Freund ist nicht auf Abstoßung programmiert. Keine Scham ist notwendig. In einer Umfrage von 2021 gaben 65 Prozent % der Befragten an die Menstruation sollte offener thematisiert werden.
Da ist der Gedanke, dass man Dinge dennoch nicht öffentlich thematisieren muss. Um den Druck zu vermeiden ´ kann man ebenfalls sagen ` man hat keine Lust. Jedoch kann das Verständnis zwischen den Geschlechtern fehlen, wenn man schweigt. Es gibt auch viele Verwirrungen darüber ebenso wie mit dem Thema umgegangen wird. Die meisten Männer haben mit dem Thema keine direkte Erfahrung und sind sich unsicher. Für viele wird es erst bei Gesprächen mit weiblichen Freunden oder Partnerinnen deutlich.
Aber was ist mit der Frage um andere Aktivitäten, beispielsweise das Schwimmen? Ja, theoretisch kann man schwimmen gehen. Der Tampon ist das Zauberwort – das haben viele Mädchen bestätigt. Aber das eigene Wohlbefinden ist entscheidend und sollte immer Priorität haben. Man könnte das Gefühl der Unbehaglichkeit nicht ignorieren. Und oftmals wird die Angst beurteilt zu werden höchstunbewusst zum Vorwand, warum man das nicht thematisiert.
Ein weiterer Punkt: Emotionale Schwankungen während der Menstruation. Die Hormone können dazu führen: Dass Frauen gereizter sind. Ein Umstand – der besonders für Partner und Freunde nachvollziehbar sein sollte. Glaubt man Statistiken; erleben etwa 85 Prozent der Frauen prämenstruelle Symptome. Verständnis und Mitgefühl sind hier grundlegend wichtig.
Die persönliche Entscheidung ob man anderen von der Periode erzählt sollte für jede Frau individuell getroffen werden. Es gibt keine Vorschrift – die dies fordert oder verbietet. Oft berichten Frauen; dass das Sprechen über die Periode sie näher an andere Frauen und Männer bringt. Eine offene Kommunikation fördert demnach das Verständnis und könnte das Stigma endlich brechen.
Die Frage bleibt ob wir uns weiterhin scheuen offen über ein natürliches Thema zu sprechen. Ist es nicht an der Zeit, Normalität in das was für viele Frauen leidvoll ist, zu bringen? Wer Schwimmen gehen möchte, sollte dies auch tun dürfen – egal ob mit oder ohne Tage. Wir leben in einer modernen Gesellschaft in der Kommunikation ein Schlüssel🔑 zu Verständnis und Akzeptanz ist. Die Periode ist doch nichts – wofür man sich schämen sollte.
