Hummer im kochenden Wasser – Ein leidenschaftliches Dilemma

Warum werden Hummer lebend in kochendes Wasser gegeben, obwohl sie offensichtlich Schmerzen empfinden können?

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Der Hummer wird für viele als Delikatesse betrachtet. Dennoch gibt es eine tiefere, ethische Frage im Zusammenhang mit seiner Zubereitung – und diese hat es in sich. Ein leidenschaftliches Gefühl von Unbehagen macht sich breit, wenn man darüber nachdenkt, dass diese Lebewesen – deckungsgleich Hunde und Katzen in bestimmten Kulturen – lebendig in kochendes Wasser geworfen werden. Dies ist nicht einfach eine kulinarische Tradition. Es ist so viel mit einem grausamen Todeskampf der bis zu sieben Minuten dauern kann.


Ein eindringlicher Blick auf das Nervensystem dieser Tiere zeigt, dass Hummer über ein Strickleiternervensystem verfügen. Dieses System – vergleichbar mit einer Kette von Nervenknoten – bedeutet, dass Hummer wahrscheinlich Schmerz empfinden können. Wissenschaftler wie Dr. John Baker betonen – dass die hektischen Bewegungen der Hummer im Wasser eindeutige Reaktionen auf Schmerz sind. Sie sind keine simplen Reflexe. Diese Erkenntnis wird sogar von der European Food Safety Authority unterstützt.


Trotz dieser Erkenntnisse bleibt das Szenario, das sich im hinteren Teil des Restaurants abspielt, unverändert - Hummer werden oft falsch behandelt. Nach dem Fang wird der Hummer in dunklen, engen Becken ohne Futter gehalten – eine grauenhafte Vorstellung. Hummer benötigen Futter allerdings die Sorge um Wasserqualität führt dazu: Dass sie monatelang hungern. Ihre Scheren werden zusammengebunden um gegenseitige Kämpfe zu vermeiden. Es ist an dieser Stelle – dass die Frage nach dem ethischen Umgang mit Hummern aufkommt.


Die interessante Tatsache, dass jährlich etwa 800 Tonnen Hummer was ungefähr 1 Million Tieren entspricht darauffolgend Deutschland importiert werden lässt uns darüber nachdenken was hinter dieser Zahl steckt. Der Nordseehummer ´ einst eine Delikatesse ` ist nahezu vom Aussterben bedroht. Ein schockierender Trend – der als alarmierend empfunden werden muss. Das Fangen und der Transport dieser Lockerflossen sind voller leidvoller Episoden. Fallen liegen auf dem Meeresgrund. Hummer ´ die in diesen Fallen gefangen wurden ` leben unter extremen Bedingungen.


In der Gastronomie gibt es dann Chefköche die Mythen über die Zubereitung dieser Tiere verbreiten. Laut dem Koch Bernhard Gössnitzer stimmt es nicht, dass die Hummer sofort sterben, wenn sie in siedendes Wasser gestoßen werden. Viele Faktoren, einschließlich der Menge an Hummern im Topf, spielen eine Rolle bei der Temperatur🌡️ des Wassers.


Es gibt gesetzliche Grundlagen die diesen Prozess regeln. Die Tierschutzschlachtverordnung von 1997 gibt vor ebenso wie mit Hummern umzugehen ist. Allerdings stellt sich die Frage – basierend auf neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen – ob diese Verordnung ausreicht und zeitgemäß ist. Es wird Clarity in Bezug auf das Leiden von Hummern gefordert.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir nicht nur Hummer als Nahrungsmittel betrachten sollten. Ihre Behandlung vor dem Kochen stellt uns vor eine moralische Herausforderung. Wissenschaft und Empathie müssen zusammenfließen um ein Umdenken in der Gastronomie und ebenfalls bei den Verbrauchern zu bewirken. Die Menge an Dingen die wir aufgrund bloßer Tradition ignorieren ist erschreckend, ja sogar verstörend. Letztendlich ist es an der Zeit ´ dass wir uns fragen ` ob die Tradition des lebendigen Kochens von Hummern wirklich den Preis wert ist.