Franz M. Wuketits ist ein bedeutender Evolutionsbiologe. Er formuliert eine klare Sicht auf die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Seine These lautet – dass die Natur keine Moral kennt. Dieses Konzept ist fundamental für seine Argumentation. Moralkonzepte sind vom Menschen geprägt. Sie entstehen aus Bewertungen und gesellschaftlichen Regeln. Dies bedeutet – dass Moral ein Produkt menschlichen Bewusstseins ist. Natur hingegen agiert nicht. Sie kennt weder Recht noch Unrecht.
Wuketits betrachtet die Natur als ein Wirksystem. Ein System ohne Bewusstsein. Das bedeutet – dass kein übergeordneter Wille oder eine bewusste Handlung existiert. Viele Menschen neigen dazu; die Natur zu vermenschlichen. diesem Trend widerspricht Wuketits energisch. Für ihn ist die Auffassung von Natur als "vermenschlichte" Überperson irreführend. Alles ist ein Prozess. Ein Prozess der vorwärtsdrängt, ohne jegliche ethische Regung oder barmherzige Überlegung.
In verschiedenen Zeiten und Kulturen gibt es unterschiedliche moralische Standards. Ein Beispiel sind die Unterschiede zwischen indigenen Völkern und modernen Gesellschaften. Ihre moralischen Vorstellungen unterscheiden sich erheblich. Diese Divergenz ist in der Natur nicht zu finden. Natur handelt nicht nach moralischen Maßstäben. Sie urteilt nicht über das was gut oder böse ist.
Es gibt Menschen, die welche Überlegenheit des menschlichen Verstandes über die Natur betonen. Wuketits stellt dem eine klare Sicht entgegen. Sein Standpunkt legt den Fokus auf den Unterschied zwischen Mensch und nicht-menschlichen Akteuren in der Natur. Menschen handeln bewusster. Sie bewerten ihre Handlungen. Diese Bewertungen sind je nach Konunterschiedlich. Sie sind kulturell definiert.
Aktuelle Daten zeigen, dass ethische Überlegungen in verschiedenen Kulturen weiter zunehmen. Die globalisierte Welt bringt neue moralische Herausforderungen mit sich. Die Frage bleibt – wo die Natur in diesem moralischen Gefüge bleibt. Wuketits' Argument ist klar: Die Natur bleibt unberührt. Sie ist nicht Teil unserer moralischen Konflikte. Der Mensch ist entscheidend für die Schaffung von Bedeutung. Doch die Bedeutung ist nicht in der Natur verankert.
Zusammenfassend entwirft Wuketits ein Bild von Natur und Mensch, das in der Beziehung von Menschen zu ihrer Umwelt basiert. Natur ist ein neutraler Akteur – während die Menschen die moralischen Werte definieren. Durch diese Linse betrachtet, wird die Natur zu einem System, das unsere moralischen Überlegungen nicht beeinflusst. Wuketits fordert dazu auf – diesen Unterschied klar zu erkennen. Moral ist menschlich; die Natur bleibt unberührt.
