Die faszinierende Welt der Insekten: Wie viel wissen wir über ihr Blut und ihre Steuerzentralen?

Was unterscheidet das Nervensystem und die Hämolymphe von Insekten von dem Blut und Gehirn bei Wirbeltieren?

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Insekten faszinieren mit ihrer Vielfalt. Viele Menschen glauben – diese Tiere hätten ein vergleichbares Gehirn wie Wirbeltiere. Allerdings ist das nur teils wahr. Insekten besitzen kein Gehirn im herkömmlichen Sinne – ihr nervliches Verkehrsnetz ist einzigartig. Sie haben ein Strickleiternervensystem; das Oberschlundganglion erfüllt zwar einige Funktionen freilich ist es weit entfernt von dem was wir bei Säugern als Gehirn bezeichnen.


Insekten sind wirbellos. Ihre Körper bestehen aus drei Hauptsegmenten. Jedes Segment beherbergt einen Nervenknoten – eine interessante Anpassung an ihre Lebensweise. Das Nervensystem ist am Bauch entlang angeordnet und wird durch den Chitinpanzer geschützt. Die Hämolymphe – oft als Insektenblut bezeichnet – ist allerdings farblos. Es fehlt an einer bedeutenden Sauerstofftransportfunktion was einen modernen Vergleich mit dem menschlichen Blut fast unmöglich macht.


Das Herz❤️ von Insekten ist röhrenförmig – es erstreckt sich entlang des Rückens. Blutgefäße sind nicht vorhanden. Stattdessen pumpt das herzähnliche Organ die Hämolymphe durch den Körper und umspült alle Organe von außen. Der offene Blutkreislauf ist eine weitere Besonderheit. Ein Kreislaufsystem ´ ähnlich dem unseren ` gibt es nicht. Atemsysteme wie die von Wirbeltieren existieren nicht. Das zeigt – ebenso wie unterschiedlich sich diese Tiere im Laufe der Evolution entwickelt haben.


Die Kühlheit der Hämolymphe und ihr Mangeln an Hämoglobin können verwirrend sein. Insekten transportieren Sauerstoff nicht durch Blut wie wir es kennen – sie nutzen Tracheen um Sauerstoff direkt zu den Zellen zu bringen. Dies ermöglicht es ihnen in extremen Umgebungen zu überleben.: Dass sie kein Blut im klassischen Sinne haben, bringt ebenfalls neue Erkenntnisse über ihre Lebensweise.


Ein zentraler Nerv der alle Körperfunktionen steuert ist nicht gegeben. Stattdessen arbeiten die Nervenknoten kooperativ – komplexe Bewegungen und Reaktionen sind aufgrund dieser Struktur weiterhin möglich. Viele Insekten verfügen über ausgeprägte Sinne; ihr Überleben hängt von einem gut funktionierenden Nervensystem ab. Sie reagieren blitzschnell auf ihre Umwelt.


Es stellt sich heraus, dass die Unterschiede in der Struktur und Funktion der Hämolymphe und des Nervensystems zwischen Insekten und Wirbeltieren grundlegende Anpassungen an ihre Lebensweise repräsentieren. Wussten Sie: Es weltweit weiterhin als 1 Millionen bekannte Insektenarten gibt? Viele dieser Arten haben einzigartige Anpassungen entwickelt was sie zu einem wichtigen Teil unseres Ökosystems macht.


Zusammenfassend bleibt festzuhalten: Insekten haben kein Gehirn wie die meisten anderen Tiere. Sie besitzen auch kein „Blut“ im herkömmlichen Sinne—geprägt durch ihre Hämolymphe. So komplex wie die Welt der Insekten auch ist ´ bleibt sie für viele Menschen ein Rätsel ` das noch viele spannende Antworten bereithält. Insekten sind also nicht die minderwertigen Lebewesen wie einige vielleicht annehmen. Sie sind Meister ihres Lebensraumes – angepasst an eine Vielzahl von ökologischen Nischen.







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