Die Grundlagen des Alleinebleib-Trainings: Wann und wie?

Ab welchem Alter sollte das Alleinebleiben eines Welpen trainiert werden?

Uhr

Das Alleinebleiben ist ein bedeutendes Thema in der Hundeerziehung. Viele Hundebesitzer sind unsicher – wann sie mit dem Training beginnen sollten. Ein häufiges Missverständnis besteht darüber ´ ab welchem Alter ein Welpe lernen kann ` ebenfalls alleine zu sein. Einige Experten beraten – das Training ab dem Alter von acht Monaten zu starten. Andere vertreten die Meinung, dass bereits sehr junge Welpen in die Übung eingebunden werden sollten. Diese Verwirrung ist absolut nachvollziehbar.


In meinen persönlichen Erfahrungen entwickelte sich das Training stark unterschiedlich, abhängig von der individuellen Entfaltung des Hundes. Einige meiner Hunde haben nach einer Eingewöhnungsphase von ein bis drei Wochen mit dem Alleinebleiben begonnen. Diese ersten Übungseinheiten dauerten nur wenige Minuten. Ein Beispiel: Ich bin kurz gegangen um Wäsche zu holen. Die Abwesenheit steigerte sich dann ´ je nach 🐕 ` allmählich.


Eine meiner Hündinnen war mit vier Monaten bereits in der Lage, für eine Stunde alleine zu bleiben. Sie erwies sich als sehr selbstständig. Mein vorheriger Hund hingegen brauchte weiterhin Zeit und Aufmerksamkeit. Für sie war die Anwesenheit des Menschen extrem wichtig. Doch auch bei dieser Hündin begann ich frühzeitig mit dem Training, obwohl langsamer. Letztendlich konnte sie mit fünf Monaten problemlos eine oder zwei Stunden alleine bleiben.


Vor vielen Jahren habe ich beobachtet, dass ein frühzeitiger Beginn des Trainings entscheidend ist. Je später das Training einsetzt desto schwieriger gestaltet sich die Aufgabe. Ein Beispiel sind drei Hundesitterhunde die ich betreut habe. Alle drei konnten nicht gut alleine bleiben. Bei zweien begann das Training erst im Alter von einem Jahr. Ein weiterer Hund benötigte fast ein dreiviertel Jahr für die ersten Schritte. Er kann überhaupt nicht alleine sein – eine wahre Herausforderung.


Wenn ich höre, Welpen oder Junghunde sollten bis zu einem Alter von sechs oder gar zwölf Monaten nicht alleine gelassen werden stellt sich mir die Frage ob das tatsächlich richtig ist. Generell wird die Erfolgsquote des Trainings gesenkt wenn man nicht rechtzeitig mit dem Alleinebleiben beginnt. Es gibt spezifische Hundetypen ´ die es schwer haben ` je von ihrem Rudel oder ihren Menschen getrennt zu sein. Diese Tiere suchen ständig die Nähe ihres Halters. Sie können oft nicht einmal zwei Meter vom Menschen weg selbst im Garten.


Hunde die wenig Bindung zu ihrem Menschen haben, erlernen das Alleinebleiben einfacher. Sie sitzen einfach in einem anderen Raum, während ihr Halter sich bewegt, ohne übermäßig zu folgen. Wiederum gibt es viele Mischtypen. Jeder Hund ist anders. Das Training beginnt mit der Sauberkeitserziehung und setzt sich über Kommandos bis hin zum Training des Alleinebleibens fort.


Die Sozialisation ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Ich habe meinen Terrier genauso viel mit vom ersten Tag an an die neuen Regeln gewöhnt. Er hat sich an die neuen Umstände gewöhnt was das Training erheblich erleichterte. Regeln und Spielgruppen sind entscheidend. Ein Welpe sollte nicht von anderen Hunden gebissen werden denn dies könnte sein Sozialverhalten beeinträchtigen. Bei Rangkämpfen sollte man nicht eingreifen; das würde dem Welpen ein verzerrtes Bild von sozialen Interaktionen vermitteln.


Zusammengefasst steckt der Erfolg im Training nicht nur im Alleinebleiben, allerdings auch in der richtigen Sozialisation. Mein Fazit: Man sollte nicht fragend vor dem Thema stehen, ebenso wie und wann der Hund alleine bleibt. Stattdessen gilt es – den Fokus auf eine ordentliche Sozialisation zu legen. Ein Welpe lernt am besten in der Anfangsphase besonders wenn sich die Lebensumstände ändern. Man könnte in ruhigen Zeiten halbstündige Abwesenheiten einplanen, während der Hund schläft.


Bleibt beim Zurückkehren gelassen. Keine übertriebenen Begrüßungen! Das schürt eher das Gefühl man könnte vielleicht wieder verschwinden. Entspanntes Verhalten beim Verlassen und Zurückkehren ist entscheidend, zu diesem Zweck der Hund keine Angst vor dem Alleinsein entwickelt. Letztendlich ist der 🔑 zu einem erfolgreichen Alleinebleiben das richtige Training - angepasst an den individuellen Charakter jedes Hundes.







Anzeige