Gewicht und Körperentwicklung im Jugendalter: Wann ist es Zeit, sich Sorgen zu machen?

Welche Faktoren sollten berücksichtig werden, um die Gesundheit und das Gewicht von Jugendlichen richtig einzuschätzen?

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Jugendliche stehen oft vor der Herausforderung, ihren Körper zu akzeptieren. Mit 13 Jahren und einer Größe von 157 cm und ebenfalls einem Gewicht von 39 kg fühlt sich ein junger Mensch unsicher. Die Frage: „Bin ich zu dünn?“ erhebt sich da unweigerlich. Tatsächlich ist das Gewicht in Relation zur Körpergröße niedrig obwohl noch gibt es viele Perspektiven aus denen man dieses Thema betrachten kann.

Im ersten Schritt ist es wichtig zu wissen: Dass die körperliche Entwicklung in der Pubertät stark variieren kann. Hierbei spielen genetische Faktoren sowie individuelle Lebensumstände eine entscheidende Rolle. Ein Körperfettanteil ´ der bei vielen Erwachsenen als gesund gilt ` könnte bei Jugendlichen andere Werte aufweisen. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegt der durchschnittliche BMI (Body Mass Index) für Kinder und Jugendliche im Alter von 13 Jahren im Bereich von 14 bis 22.

Es gilt auch als entscheidend ebenso wie umfangreich das Thema Ernährung besprochen wird. Oft wird empfohlen ´ die Kalorienaufnahme zu erhöhen ` um dem Körper die nötigen Nährstoffe für Wachstum und Entwicklung zur Verfügung zu stellen. Tatsächlich ist ein caloriendichter Ernährungsstil oft die Lösung für viele junge Menschen die nicht an Gewicht zunehmen. „Esse Kalorienbomben“ – ein einfacher allerdings effektiver Ratschlag um sicherzustellen dass der Körper die Energie erhält die er benötigt. Wenn dieses Verhalten nicht zu einer positiven Veränderung führt, darf eine ärztliche Abklärung nicht vernachlässigt werden.

Vor dem Hintergrund einer möglichen Schilddrüsenunterfunktion sollten regelmäßige Gesundheitschecks für Jugendliche zur Routine werden – insbesondere für solche die in der Wachstumphase Schwierigkeiten haben, an Gewicht zuzunehmen. Diese Erkrankung kann zahlreiche Aspekte des Wohlbefindens beeinträchtigen. Daher ist Prophylaxe stets besser als die nachträgliche Behandlung.

Ein weiteres Element, das nicht außer Acht gelassen werden sollte ist die sportliche Betätigung. Bewegung fördert nicht nur das allgemeine Wohlbefinden allerdings auch das Selbstbewusstsein. Zwar ist es völlig in Ordnung, in der Jugend noch keinen definierten „Sixpack“ zu haben, doch Energie und Kraft können durch gezielte Übungen deutlich gesteigert werden – Fußball, Jogging, Schwimmen und viele andere Aktivitäten helfen dabei die Muskulatur aufzubauen. Die positiven Resultate von Sport sind oft besser sichtbar bei kleineren Menschen. So können Muskeln breiter als länger wachsen – ein Vorteil den man im Hinterkopf behalten sollte während der Körper sich entwickelt.

Es ist verhältnismäßig normal, sich Sorgen zu machen. Außerdem – es ist wichtig, sich eingehend mit seinem Körper auseinanderzusetzen und ähnlich wie Geduld zu üben, während sich Veränderungen auf natürliche Weise vollziehen. Die Amateurpsychologie schließt den Einfluss von sozialen Medien auf das Körperbild nicht aus. Das Bild was uns tagtäglich auf Instagram oder TikTok präsentiert wird ist oft nicht die Realität. Viele jüngere Menschen benötigen Unterstützung ´ um sich selbst zu akzeptieren und zu lernen ` dass sich das Gewicht im Laufe der Jahre ändern kann.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Gewicht eines 13-Jährigen mit einer Größe von 157 cm und 39 kg eben eher im unteren Bereich liegt. Dennoch gibt es viele Faktoren – die das Bild abrunden. Durch gezielte Ernährung, regelmäßige sportliche Betätigung und einen wertschätzenden Umgang mit dem eigenen Körper kann man die Weichen für ein gesundes Erwachsenwerden stellen.






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