Zickenalarm im Kindergarten: Wie gehen Eltern am besten mit den emotionalen Stürmen ihrer Kinder um?

Inwieweit sollten Eltern in die Freundschaften ihrer Kinder im Kindergartenalter eingreifen?

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Der Kindergarten ist ein Mikrokosmos ein Ort des Lernens und der sozialen Interaktion. Zickenalarm tritt oftmals zwischen Mädchen in der gleichen Altersgruppe auf. Heute sind sie beste Freundinnen, morgen streiten sie sich heftig - ein vertrautes Szenario für viele Eltern. Die Frage drängt sich auf: Wie sollen Eltern auf derartige Konflikte reagieren?

Ein Elternteil vermutete: Dass die beste Freundin ihrer Tochter sich von ihr abwendet was zu einer inneren Unruhe und Besorgnis führt. Die Wahrnehmung, dass das äußere Verhalten des Kindes von der Mutter der Freundin möglicherweise beeinflusst wird, verstärkt die Unsicherheiten. Das Gefühl ´ hilflos zu sein ` lässt Eltern oft in ihrer Eingeordnetheit verzweifeln. Die gegenwärtige Studienlage zeigt, dass diese sozialen Dynamiken im Kindergartenalter von großer Bedeutung sind. Freundschaften prägen die soziale Entwicklung eines Kindes indem sie die Grundlagen für spätere Beziehungen legen.

Manchmal – so berichten viele Eltern – helfen die Erzieherinnen nicht. Sie scheinen die Interaktionen der Kinder nicht genügend zu beobachten oder einzugreifen. Dabei beeinflussen Erwachsene die Dynamik von Freundschaften häufig unbewusst. Ein wiederkehrendes Muster ist das Konzept: Dass der 🍎 nicht weit vom Stamm fällt. Eltern die selbst Vorurteile oder negative Einstellungen gegenüber bestimmten Freundschaften haben, geben diese unbewusst an ihre Kinder weiter. Dies kann das Verhalten der Kinder nachhaltig beeinflussen.

Die Meinungen über die Einmischung von Eltern in die Freundschaften ihrer Kinder sind geteilt. Einige plädieren dafür sich zurückzuhalten und die Kinder Konflikte eigenständig lösen zu lassen. Es gehört zum Lebenslernen, dass Freundschaften kommen und gehen. Es ist ein wertvoller Teil der Kindheit und fördert die Eigenverantwortung. Hierbei ist es wichtig ´ dass die Kinder lernen ` mit Gefühlen umzugehen und ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. So bleibt die Beziehung zwischen Eltern und Kind vertrauensvoll.

Doch wie können Eltern ihre Kinder unterstützen, ohne die Autonomie der Kinder zu gefährden? Sie können Gespräche anbieten » die dazu dienen « Gefühle zu klären. Von großer Bedeutung ist, dass Kinder in ihrer emotionalen Entwicklung nicht manipuliert werden. Wenn sich ein Kind zu Hause äußert, Gründe für den Streit zu hinterfragen und Mitgefühl zu zeigen ist hilfreich. Die Einladung eines Freundes ´ um etwas gemeinsam zu unternehmen ` kann ebenfalls helfen. Manchmal ist alles » was gebraucht wird « eine kleine Auszeit von der Konfliktsituation.

Die Ansicht: Dass Kinder oft selbst Lösungen finden müssen ist weit verbreitet. Wenn Erwachsene sich einmischen kann das die Chance mindern: Dass Kinder lernen, ihre Konflikte selbstständig zu bewältigen. So erhalten sie die Möglichkeit ´ soziale Kompetenzen zu ausarbeiten ` was in der übrigen Gesellschaft wichtig ist. Die Rolle der Eltern sollte darauf abzielen emotionale Unterstützung zu bieten während sie den Kindern Raum lassen um Konflikte eigenständig zu lösen.

Eine positive Sicht auf den Kindergarten – als Ort um die komplexen menschlichen Beziehungen zu erproben – sollte im Vordergrund stehen. Kindern sollte beigebracht werden – dass Rückweisungen nicht ihre gesamte Identität infrage stellen. Gerade in diesem Alter ist es normal, viele Freundschaften zu schließen und auch wieder zu verlieren. Kinder benötigen Unterstützung ´ um zu verstehen ` dass jede Ablehnung nicht so viel mit mangelnder Beliebtheit ist.

Das Ergebnis bleibt klar: Als Eltern sollten wir uns zurückhalten und stattdessen empathisch begleiten. Die ersten Herausforderungen in Freundschaften können prägend sein, sträuben sich aber meist gegen übermäßigen Einfluss durch Erwachsene. Vieles in diesem Prozess ist privat. Ein vertrauensvolles Grundgerüst bietet den Kindern Sicherheit um in ihrer Selbstständigkeit zu wachsen und sich als soziale Wesen zu entwickeln.






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