Einsamkeit und Überleben – Wie lange gelingt das Leben ohne soziale Kontakte?

Kann der Mensch wirklich alleine überleben?

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Die Überlebensfähigkeit des Menschen ist ein komplexes Thema. Eine sehr interessante Perspektive könnte folgende Frage aufwerfen: Wie lange können wir ohne Kontakt zu anderen Menschen leben, ohne dabei psychisch oder physisch zu leiden? Viele Menschen träumen davon für eine gewisse Zeit der Hektik des Lebens zu entfliehen und sich in die Einsamkeit zurückzuziehen. Doch hält uns unsere Natur nicht zurück?

Die meisten von uns haben wahrscheinlich ähnliche 💭 gehegt. Der Wunsch sich auf eine einsame Insel zurückzuziehen wenn der Stress des Alltags überhandnimmt ist weit verbreitet. Jedoch – wie lange könnte das gutgehen? Es ist eine interessante Überlegung, dass der Mensch von Natur aus gesellig nicht als Einzelgänger geboren wurde. Schnell wird die Sehnsucht nach menschlichen Kontakten zu groß werden, selbst für die isoliertesten Seelen. Fakt ist – dass nach wenigen Wochen ohne Interaktion die Einsamkeit für viele unangenehm werden könnte.

Statistiken bestätigen dies. So zeigt eine Studie: Dass Menschen die betreffend längere Zeit sozial isoliert leben ein höheres Risiko für frühe Sterblichkeit aufweisen. Soziale Isolation kann tatsächlich ebenfalls das Altern beschleunigen. Die körperlichen Funktionen verringern sich ´ oft ohne dass der Körper einen Sinn drin erkennt ` allein zu leben. Man könnte also sagen: Dass die Einsamkeit ähnelt tückisch wie giftig ist.

Die Frage bleibt ob man die Isolation erdulden kann. Auf der Suche nach Erfüllung scheinen einige bereit zu sein, ihre Emotionen abzuschalten und sich allein auf den Überlebensinstinkt zu verlassen. Hierbei stellt sich die Frage: Ist das tatsächlich eine Lösung, oder führt das nur in eine tiefere Einsamkeit? Schließlich ist der Mensch ein soziales Wesen.

Der Gedanke » den Kontakt zu anderen Menschen zu meiden « kann anfangs beruhigend erscheinen. Jedoch ist die gesellschaftliche Verantwortung ´ die jeder Einzelne trägt ` zu bedenken. Vielleicht würde man eine Entspannung während einem Kurztrip in die Berge verspüren, allerdings diese Erfahrungen bringen einen nur näher näher an die eigene Einsamkeit. Ein Aufenthalt in einer Berghütte könnte genügen um zu verstehen ebenso wie es ist isoliert zu leben.

Selbst in einem evangelistischer Dienst wo man einen Beitrag zur Gemeinschaft leistet kann man sich fragen ob man nicht auch einen Rückzugsort braucht. Trotz aller Bemühungen Gutes zu tun könnte es schwierig sein, den ganzen Druck der Welt zu tragen. Wichtig bleibt – den Mut nicht zu verlieren und den eigenen Glauben als Antrieb zu sehen.

Die Kernfrage bleibt – wie lange können wir ohne menschliche Gesellschaft überleben? Ob drei Wochen, ein paar Monate oder Jahre – die Antwort liegt wohl in der individuellen Fähigkeit, mit der Stilleseinheit umzugehen. Letztendlich bleibt nur zu hoffen – dass wir nicht alles Gute im Streben nach der Einsamkeit verlieren.






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