Die Anklage gegen Caesar

Was waren die Anklagepunkte gegen Caesar?

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Caesar hatte sich als Konsul 59 v. Chr. gegen politische Gegner durchgesetzt und wurde deswegen mit einer Anklage konfrontiert. Die geplante Anklage beinhaltete mehrere Vorwürfe, vor allem Gewaltanwendung und Rechtsverstöße während seiner Amtszeit. Caesar hatte sich mit Gnaeus Pompeius und Marcus Licinius Crassus verbündet während seine Gegner die sogenannten Optimaten eine Politik mit Vorherrschaft des Senats verfolgten. Caesar hatte bei seinen politischen Auseinandersetzungen beachtliche Gegner und wurde vor Gericht gestellt um ihn wegen Gewaltmaßnahmen zu verurteilen.

Mögliche Anklagepunkte gegen Caesar waren Gewaltanwendung, Eigenmächtigkeit als Statthalter von Gallien und Verstöße gegen das Völkerrecht. Während seiner Amtszeit hatten sich Caesar und seine Verbündeten gegen die Agrargesetze gewehrt die der Versorgung von Veteranen und der armen Stadtbevölkerung mit öffentlichem Land und Geld dienten. Die Gegner der Gesetze waren nicht bereit sachliche Einwände anzuhören oder Kompromisse einzugehen. Als Caesar die Gesetzesvorschläge in einer Volksversammlung einbrachte ´ versuchten die Optimaten ` ihn zu blockieren.

Der Konsul Marcus Calpurnius Bibulus erklärte alle restlichen Tage des Jahres zu Festtagen und verhinderte dadurch weitere Volksversammlungen. Trotzdem brachte Caesar das Gesetz zur Abstimmung und wurde dabei von Bibulus und anderen Optimaten angegriffen. Caesar ließ die Senatoren einen Eid zur Einhaltung des Gesetzes leisten, während Bibulus den Rest seines Amtsjahres in seinem Haus verbrachte und ankündigte, Himmelsbeobachtungen vornehmen zu wollen um die Gültigkeit der Beschlüsse anzufechten.

Im Januar 58 v. Chr. wurde im Senat beantragt die Rechtmäßigkeit von Caesars Amtsmaßnahmen zu überprüfen. Der Senat lehnte jedoch eine gerichtliche Untersuchung ab und Caesar verließ Rom und ging zu seinem Heer. Obwohl ein Volkstribun ihn später vor Gericht forderte konnte Caesar aufgrund seiner Abwesenheit in Ausübung eines öffentlichen Amtes nicht angeklagt werden.

Caesars Gegner warteten jedoch auf eine Gelegenheit ihn zu verklagen insbesondere wegen des Verdachts, dass er sich zum König von Rom machen wollte und die Verfassung untergruben. Caesar war zu mächtig geworden und seine politischen Rivalen sahen in einer Anklage die Möglichkeit, seine Karriere zu beenden.






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