Brieffreundschaften hinter Gittern – Einblicke in den Austausch mit Gefangenen in den USA

Welche Erfahrungen machen Menschen mit Brieffreundschaften aus US-Gefängnissen?

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Der Austausch mit Gefangenen in den USA durch Brieffreundschaften – eine faszinierende freilich oftmals missverstandene Thematik. Immer wieder wird gefragt ´ ob es sinnvoll ist ` sich auf einen solchen Kontakt einzulassen und welche Erfahrungen damit verbunden sind. Zahlreiche Berichte von Menschen die diese Reise unternommen haben, zeigen eines klar: Es gibt viele Facetten des Lebens die sich hinter den Gefängnismauern verstecken.

Ein Bericht über Brieffreundschaften zeigt, dass viele Insassen in Gefängnissen sich über Post von Außenstehenden freuen. Der regelmäßige Kontakt bringt Frische und Hoffnung in ihren oft tristen Alltag. In einem konkreten Fall · bei einem Bekannten in der Huntsville Unit in Texas · hat sich sogar eine enge Freundschaft entwickelt. Das zeigt ebenso wie wichtig solche Kontakte für Menschen sein können die sonst kaum jemanden zum Reden haben. Die Antwortzeiten können jedoch langwierig sein. Mindestens drei Wochen dauert es in der Regel bis ein Brief von Deutschland zu einem Insassen gelangt.

Die Antworten kommen oft höflich und freundlich. Das liegt daran – dass die Insassen solche Kontakte zu schätzen wissen. Diese Art des Briefeschreibens ist in den Institutionen ein Privileg. Wer es aufs Spiel setzt ´ hat möglicherweise bald kein Recht mehr ` Briefe zu empfangen oder zu senden. Trotz der schweren Umstände – die Insassen beschäftigen sich mit dringenderen Sorgen als dem Geld. Unzählige Gefangene leben unter extremen finanziellen Bedingungen was eine Herausforderung für die Kommunikation darstellt.

Die Frage nach Geld wird häufig erst nach längerer Zeit aufgeworfen, manchmal nicht einmal. Ein um die Brücke zu schlagen ´ erzählen viele Brieffreunde ` dass sie sich bei ersten Kontakten zuerst kurz vorstellen. Der Austausch betrifft meist Alltagsthemen und den eigenen Lebenslauf. Zu viele private Informationen sollten besser vermieden werden. Ein Hinweis für Interessierte: Es ist viel entscheidender, langfristig reinzuhalten. Es kann frustrierend sein – wenn jemand nicht zurückschreibt. Das bedeutet jedoch nicht; dass das Interesse nicht besteht. Einige Insassen haben sogar intensiven Kontakt und schreiben ausführliche Briefe.

Besonders traurig ist es wenn Brieffreunde verlassen werden. Viele Insassen haben das bereits mit Angehörigen erlebt. Ein einfacher Gruß oder eine Postkarte kann da eine enorme Wirkung haben. Es bietet etwas Licht in der Dunkelheit. Und in dieser Form gibt es ebenfalls die Möglichkeit · durch moderne Systeme wie JPay oder Corrlinks einen noch schnelleren Kontakt zu etablieren · was gerade während Feiertagen ein ganz neues Gefühl vermittelt.

Manche Menschen fühlen sich zur Idee hingezogen Englisch zu lernen und fremde Perspektiven zu entdecken. So war es bei einem Berichterstatter, dessen erstes Interesse durch eine Dokumentation geweckt wurde. Brieffreundschaften bieten auch eine Möglichkeit anderen Menschen eine Stimme zu geben.

Hilfreich für diesen Austausch ist die erhöhte Verfügbarkeit von Ressourcen und Informationen in unserer vernetzten Welt. Es ist eine Einladung, über den Tellerrand zu schauen und vor allem Mitgefühl zu ausarbeiten – hin zu einem Verständnis, dass jeder Mensch eine Geschichte zu erzählen hat.

Brieffreundschaften mit Gefangenen sind also weiterhin als nur ein Austausch von Worten. Sie sind eine Brücke zwischen zwei Welten. Ein wichtiger Aspekt dabei: Die Investition in solche Freundschaften erfordert Zeit und Hingabe, kann aber für beide Seiten bereichernd und tröstend sein.






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