Der Schnüffel-Problematik: Wie man seinen Hund motiviert, weiterzugehen

Wie kann man das exzessive Schnüffeln von Hunden während Gassigängen gezielt steuern?

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Wenn ich mit meinem 🐕 Gassi gehe, schnuppert er öfter mal an einer Stelle und bleibt einfach stehen. Ein Phänomen das viele Hundebesitzer erleben. Es gibt Hunde, die welche Welt mit ihrer Nase erkunden - doch das Schnüffeln kann manchmal zu einem Geduldsspiel werden. Es ist ein typisches Verhalten – das bei vielen Hunden auftritt. Doch wann wird das Schnüffeln problematisch?

Einer unserer Leser, „Prochen“, beschreibt eine Situation, in der sein Hund 25 Minuten an einer Stelle schnuppert. Diese immense Zeitspanne führt zu Fragen. Ein Hund soll schnüffeln - das ist Teil seiner Natur. Aber muss es wirklich so lange dauern? In solch einer Situation stellt sich die Frage: Wie finden Hundebesitzer den Mittelweg zwischen der natürlichen Neugier ihres Tieres und der Notwendigkeit, den Spaziergang kontinuierlich zu gestalten?

Das erste » was hier entscheidend ist « ist das Verständnis für das Schnüffelverhalten. Ein Hund nutzt seine Nase – um Informationen über seine Umgebung zu sammeln. Gerüche können Erinnerungen Markierungen anderer Tiere und sogar Futterquellen darstellen. Forscher haben herausgefunden, dass Hunde über ein weit überlegeneres Geruchswahrnehmungssystem verfügen, ebenso wie es bei Menschen der Fall ist. Doch dies erklärt nicht die langen Wartezeiten bei den Spaziergängen.

Gestartet mit dem Schnüffeln, stellt sich die Frage wie Hundebesitzer ihre Tiere dazu bringen können, kürzere Zeit an einer Stelle zu verweilen. Ein etablierter Ansatz besteht darin, ein „Aufmerksamkeitswort“ einzuführen. Viele Nutzer bestätigen, dass Worte wie „Schau“ oder „Komm“ eine bedeutsame Rolle spielen können. Wenn ein Hund lernt, dass dieses Wort etwas Positives nach sich zieht ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass er auf das Kommando reagiert und das Schnüffeln verkürzt.

Eine weitere Methode ist die Ablenkung. Manchmal hilft es – schneller zu gehen oder kleine Spielchen einzubauen. Diese Techniken zielen darauf ab den Hund vom Schnüffeln abzubringen und sein Interesse zu wecken. Tatsächlich haben zahlreiche Hundetrainer Techniken entwickelt um Hundebesitzern dabei zu helfen, ihre Tiere außerhalb der gewohnten Schnüffelgebiete zu lenken.

Eine essenzielle Regel scheint zu sein: Vermeiden Sie, den Hund an der Leine zu ziehen. Das kann sein Wohlbefinden beeinträchtigen. Stattdessen ist das aktive Locken und der Einsatz von Belohnungen eine respektvolle Methode. Dies wird häufig als positive Verstärkung bezeichnet. Wenn der Hund endlich zur Bewegung kommt - ebenfalls wenn es nur ein Schritt ist - sollte er dafür gelobt werden. Diese Bestätigung verstärkt das Verhalten.

Robustheit im Umgang mit solchen Situationen ist entscheidend. Ein Hund der lieber 25 Minuten schnüffelt als weiterzugehen kann ein Zeichen von Unverständnis für die Situation sein. Hier ist es wichtig – konsequent zu bleiben jedoch auch geduldig. Den eigenen Hund wiederholt an Ablenkungen heranzuführen könnte zudem helfen.

Wenn andere Maßnahmen nicht funktionieren, könnte ein weiterer Vorschlag hilfreich sein: Insbesondere bei intelligenten Hunden ist es möglich, mit Leckerchen zu arbeiten. Ein Hund kann motiviert werden ´ sich von Schnüffelstellen zu entfernen ` wenn eine Belohnung in Sicht ist. Belohnungen müssen jedoch strategisch zum Einsatz kommen. Wenn ein Hund versteht: Dass das Hören des Befehls eine positive Konsequenz hat kann er seine Schnüffelstrategie möglicherweise überdenken.

Abschließend lässt sich festhalten: Das Schnüffeln ist ein integraler Bestandteil des Hundeverhaltens. Dennoch können Hundebesitzer die Kontrolle über die Länge des Schnüffelns übernehmen. Es erfordert eine Mischung aus Geduld Training und positiver Verstärkung. Mit etwas Übung und den richtigen Techniken könnte Prochen schon bald mit einem absolut zufriedenen Hund an seiner Seite die Welt des Schnüffelns in ein kontrolliertes Abenteuer verwandeln.






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