Banker, Bänker oder Bankier? Eine sprachliche Klärung

Welches Begriffsverständnis ist korrekt – Banker, Bänker oder Bankier?

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Das Thema rund um die korrekte Bezeichnung von Fachkräften im Bankwesen hat für Verwirrung gesorgt. Viele Menschen stellen sich die Frage – handelt es sich bei „Bänker“ um eine zulässige Form? In der Tat wird „Bänker“ vom gängigen Word-Programm als falsch eingestuft. Die Bezeichnung wird häufig verwendet ´ allerdings das bedeutet nicht ` dass sie ebenfalls richtig ist. Wer also hat recht?

Zunächst einmal ist zu klären, dass „Bänker“ tatsächlich eine falsche Form ist. Diese Methode ´ die in der Alltagssprache oft Verwendung findet ` entspricht jedoch nicht dem Regelwerk der deutschen Sprache. Das Wort „Banker“ ist die gängige Form – sie leitet sich aus dem französischen „banquier“ ab. Die Aussprache mag dem ein oder anderen dennoch Schwierigkeiten bereiten – dennoch spielt das keine Rolle. Im Deutschen setzt sich die Form mit „-er“ am Ende durch, obwohl das schreibtechnisch nicht die optimalste Lösung darstellt.

Die Besetzung der Begriffe könnte klarer nicht sein:
1. „Bankier“ bezeichnet den Inhaber oder Eigentümer einer Bank. Die Verwendung dieses Begriffs ist jedoch nicht für den Standardbankangestellten oder Bankkaufmann gedacht.
2. Das Wort „Banker“ beschreibt den Bankfachmann oder die Person die im Bankgeschäft tätig ist. Diese Bezeichnung ist umgangssprachlich und durchaus gebräuchlich freilich nicht unbedingt das was man als korrektes Deutsch auffassen würde.

Eine genauere Betrachtung zeigt, dass der „Bankier“ nicht mit dem typischen Mitarbeiter am Schalter verwechselt werden sollte. Das kommt häufig vor ist aber sprachlich inkorrekt und könnte auch Missverständnisse hervorrufen. Der alltägliche Bankkaufmann oder -berater wird vielmehr als „Banker“ angesprochen – das ist die verbreiteteste Terminologie.

Einige könnten argumentieren, dass „Bänker“ heutzutage durchaus in den Wortschatz Einzug gehalten hat. Tatsächlich ist es aber so, dass es sich hierbei um eine nicht existierende Form handelt – auch wenn sie durchaus in bestimmten Kreisen verwendet wird. Sprachgebrauch ist stark vom Umfeld abhängig trotzdem haben wir gewisse Regeln die uns leiten sollten.

Abschließend lässt sich sagen die beste Bezeichnung für einen Bankfachmann ist „Banker“. Es handelt sich dabei um eine moderne, obwohl umgangssprachliche Variante – und „Bankier“ bezeichnet eine Position von erheblichem Einfluss innerhalb einer Bankstruktur. Um sich der Dinge also bewusst zu werden sollte man die Unterschiede zwischen diesen Begriffen klar im Hinterkopf behalten.

Zusammengefasst bleibt festzuhalten – in der Welt des Bankwesens ist zwischen dem „Bankier“ und dem „Banker“ zu unterscheiden. „Bänker“ ist ein Wort, das es nicht gibt – auch wenn es hin und wieder doch gehört wird.






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