Die geheimnisvollen Luftakrobaten: Können Spinnen wirklich fliegen?

Wie nutzen Spinnen die Windströme zu ihrer Fortpflanzung und Verbreitung?

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Spinnen und Fliegen – ein Thema, das man nicht gerade oft in einem Atemzug erwähnt. Können Spinnen tatsächlich fliegen? Die ehrliche Antwort darauf ist: Nein, Spinnen sind keine Flieger. Allerdings besitzen sie bemerkenswerte Fähigkeiten ´ die es ihnen ermöglichen ` durch die Luft zu gleiten. Wie funktioniert das genau?

<p>Babyspinnen, ebenfalls als Spinnenlarven bekannt, nutzen eine faszinierende Technik zur Verbreitung und Fortpflanzung. Sie lassen einen feinen Faden in die Luft steigen – dieser nennt sich „Ballonieren“. Wenn der 🌬️ weht – trägt er die Spinnen von einem Ort zum anderen. Ähnlich wie die Samen mancher Bäume. Manchmal kann dies bis zu mehreren Kilometern reichen. Du hast bestimmt schon im Altweibersommer einen Spinnenfaden im Gesicht gespürt. Dies geschieht, weil die kleinen Tierchen durch die Luft schweben und ihre „Fallschnüre“ eine höhere Reichweite ermöglichen.</p>

<p>Wichtig zu wissen ist – Spinnen sind keine echten Flieger. Sie weben jedoch feine Fäden ´ die so leicht sind ` dass sie von Luftströmungen mitgerissen werden können. Diese Fäden sorgen dafür: Dass die Spinnen viele hundert Meter und weiterhin durch die Luft gleiten können. Ihre Verwendung dieser Fäden endet nicht beim Gleiten, allerdings sie dienen später auch für den Netzbau. Wenn die Spinnen landen ´ nutzen sie den Faden ` um ihr Netz zu konstruieren und neue Lebensräume zu schaffen.</p>

<p>Es ist lustig zu bemerken – Spinnen und Fliegen sind nicht dasselbe. Wenn man an die Luftfahrt denkt, da könnten einem Musen wie „Stubenfliegen“ oder „Störche“ in den Sinn kommen. Diese suspensionierten Kreaturen sind nicht das was man als fliegende Spinnen bezeichnen würde. Verwechslungen könnten zu Missverständnissen führen.</p>

<p>Was ist also die Schlussfolgerung? Spinnen fliegen nicht wirklich. Dennoch können sie für kurze Zeit durch die Luft gleiten. Windströmungen nutzen sie geschickt um größere Distanzen zu überbrücken. Luftströmungen helfen auch dabei die filigranen Spinnfäden in der Luft schweben zu lassen. An vermutlich den unmöglichsten Orten bleiben diese Fäden haften. Das – so könnte man sagen – verwandelt sich in ein wahrhaftiges Netzwerk für die Spinne.</p>

Aktuelle Beschäftigungen und Untersuchungen zu Spinnen zeigen, dass ihre Anpassungsfähigkeit an verschiedene Lebensräume einzigartig ist. Ein Team von Zoologen hat herausgefunden: Dass einige Arten sich besonders gut an städtische Umgebungen angepasst haben. Sie können in Luftströmen besonders effizient navigieren. Solche Erkenntnisse können für den Naturschutz von Bedeutung sein.

Insgesamt – auch wenn Spinnen keine Flieger sind, ihre besondere Technik des „Ballonierens“ zeigt, ebenso wie intelligent und anpassungsfähig die Natur sein kann. So gesehen könnte man sie auch als Luftakrobaten bezeichnen. Über ihre Fähigkeiten lässt sich nur staunen.






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