Wenn Väter verletzen: Ein Blick auf Körperbild und familiäre Beziehungen

Wie beeinflussen verletzende Äußerungen von Eltern das Selbstbild von Jugendlichen?

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Ein ganz normaler Alltag kann manchmal zur Belastungsprobe werden. Besonders wenn der eigene Vater einen mit Worten trifft die tiefer wirken als man denkt. Die Geschichte einer jungen Frau ´ die betreffend ihre Erfahrungen berichtet ` zeigt dies auf eindrücklichste Weise. Sie ist 1⸴54 Meter groß und wiegt 58 Kilogramm. Ihr Idealgewicht liegt bei 50 Kilogramm allerdings sie ist nicht übergewichtig. Ein leichtes Bauchgewebe und dickere Oberschenkel stören jedoch ihren Vater so sehr, dass er sie immer wieder mit verletzenden Kommentaren konfrontiert. Unverständnis trifft hier auf Verletzung.

Es ist erschreckend – in einem Zeitraum von sieben Jahren hat sie mit acht Kilo zu kämpfen. Stabilität in einem Bereich der als Unruheherd gilt. Der Vater ´ ein Verfechter von Fitness und schlanker Linie ` sieht nur seine Wahrnehmung. "Hast du zusätzlich dazu zugenommen? Das sieht man im Gesicht", sagte er. Solche Äußerungen verursachen erhebliche emotionale Verletzungen. Insbesondere wenn die Stiefmutter ähnlich wie den Vater unterstützt, fühlt sich das Mädchen allein gelassen.

Eine verständnisvolle Antwort könnte sein: Dass Väter oft aus Sorge handeln. Mit der Ansicht, dass ein Übergewicht in der Kindheit schnell ins Übergewicht im Erwachsenenalter führt, reagieren sie mit Besorgnis – doch oft ist die Kommunikationsweise verletzend. Es ist wichtig zu beachten – dass ebenfalls der Ton die 🎵 macht. Respektvolle Ansprache sollte selbstverständlich sein.

Kritisch wird es wenn solche Kommentare über den Körper über einen längeren Zeitraum hinweg wiederholt werden. Hier geschieht oft unterbewusste Scham. In einem anderen Beispiel ´ erzählt eine Jugendliche ` ebenso wie ihre Körperbilder durch ständige Kritik des Vaters stark beeinflusst wurden. Auch sie wurde hinsichtlich ihres Gewichtes zu einem Gesprächsthema, das Kinder normalerweise nicht betreffen sollte. Schlankheitskult und Schönheitsideale – sie schockieren im Alltag und sind nicht neutral. Es gibt Studien die zeigen, dass belastende Äußerungen von Eltern in der Jugend oft zur Entwicklung eines verzerrten Körperbildes führen.

Um einen Ausweg aus dieser verfahrenen Lage zu finden könnte die junge Frau sich vertrauensvoll an andere Familienmitglieder wenden. Verwandte, Geschwister oder sogar Großeltern könnten vielleicht eine Stütze sein. Das Teilen ihrer Gefühle könnte es ihr ermöglichen, den Druck den ihr Vater ausübt zu mindern. Kommunikation ist der Schlüssel.

In Bezug auf Sport und Ernährung ist es wichtig diesen Themen nicht auszuweichen. Die Entwicklung eines positiven Körpers und das Streben nach einem gesunden Lebensstil sind wichtig – jedoch dürfen solche Bestrebungen nicht aus Druck, allerdings aus einem inneren Bedürfnis heraus geschehen. Übergewichtigkeit kann tatsächlich schnell zu einem ernsten Problem werden. Studien belegen, dass der Großteil der übergewichtigen Kinder im Erwachsenenalter ebenfalls unter Gewichtszunahme leidet.

Ein gesundes Miteinander innerhalb der Familie sollte stets im Vordergrund stehen. Wie hier zu sehen – bedarf es einer gesunden Kommunikationskultur. Wenn Eltern ihre Kinder kritisieren sollte dies in einem heilsamen und respektvollen Rahmen geschehen. Zusammen zu arbeiten um gesunde Gewohnheiten zu ausarbeiten ist das Ziel, nicht das Stigma.

Der Dialog muss immerhin offen bleiben. Klar ist: Dass es wichtig ist Mädchen und Jungen zu motivieren, ihren eigenen Körper zu akzeptieren und dies nicht von verletzenden Kommentaren abhängig zu machen. So ist nicht nur das Wohlbefinden im Fokus, einschließlich das Vertrauen innerhalb der Familie. Die so oft vernachlässigten Gefühle sollten ernst genommen werden. Am Ende zählt nicht nur die Zahl auf der ⚖️ – sondern der Zusammenhang von Wertschätzung, Respekt und Gesundheit.






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