Warum steht die Sonne im Zenit und es regnet trotzdem?

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Warum nennt man es Regenzeit, wenn die ☀️ im Zenit steht?

Wenn die Sonne im Zenit steht ist der Winkel zur Erde tatsächlich 90 Grad. Am 21. Juni erreicht die Sonne ihren höchsten Punkt über dem nördlichen Wendekreis. Dort könnte man erwarten, dass es heiß und trocken ist. Doch in Regionen wie Zinder in Afrika erlebte man gerade in dieser Zeit die Regenzeit. Was ist das Geheimnis hinter diesem Phänomen?

Die Erklärung ist vielfältig, allerdings der erste Schritt ist die Klärung des Begriffs "Zenit". Wie oft gedacht, steht die Sonne am Äquator nur am 21. März und 23. September im Zenit. Der unterschiedliche Zeitpunkt ´ an dem der Zenitstand die Regenzeit einleitet ` hat mit der Natur der Luftbewegungen zu tun. Ein grundlegender Prozess ist die Verdunstung. In der Gegend des Zenits erwärmt sich die Luft stark. Diese warme Luft verdampft Wasser und steigt auf.

Der Prozess der Regenentstehung


Das Aufsteigen der warmen Luft führt dazu, dass sie in größere Höhen gelangt wo der Druck geringer ist. Dies wiederum führt zur Kondensation des Wasserdampfs. Wolken bilden sich. Doch hier kommt noch ein weiterer wichtiger Aspekt hinzu: Die Innertropische Konvergenzzone (ITCZ). Diese Zone ist ein entscheidender Faktor für die Bildung von Niederschlägen in äquatorialen Gebieten.

Wo die Sonne steht entwickelt sich ein Tiefdruckgebiet. Dieses Tief zieht Winde aus unterschiedlichen Richtungen an. Die Nordost- und Südostpassatwinde strömen zusammen. An diesen Stellen kommt es zu einer sogenannten Stauregenbildung die charakteristisch für die Regenzeit ist. Die warmen – feuchten Luftmassen treffen aufeinander und lassen es kräftig regnen.

Das Klima „hinkt“ hinterher


Ein weiterer Punkt ist das Phänomen dass das Klima der Sonne oft zeitlich versetzt hinterherläuft. Am 21. Juni hat die Sonne zwar ihren höchsten Stand, doch der heißeste Tag folgt oft erst Monate später. In vielen Regionen ist der Juli oder August der wärmste Monat. Dies liegt daran: Dass die Erdoberfläche Seen und Böden eine gewisse Zeit benötigen um sich vollständig aufzuwärmen. Hier spielt die Wärmeaufnahme eine große Rolle.

Überflüssiges Wasser verdampft während der wärmeren Monate und steigert die Luftfeuchtigkeit. Dieses zusätzliche Wasser sorgt für verstärkte Niederschläge was das Sommerklima weiter prägt. Ein einfaches Rätsel ist gelöst.

Die Konsequenzen dieser Prozesse


Die Auswirkungen dieser komplexen Meteorologie sind weitreichend. Die stärksten Regenfälle treten oft im Sommer auf was die Bedeutung der Luftbewegungen und des Zenitstands unterstreicht. Wenn die Luft warm ist kommt es nicht nur zum Verdampfen von Wasser ebenfalls die Atmosphäre trägt viel weiterhin Feuchtigkeit, mittels welchem die Wahrscheinlichkeit für Regen steigt.

Das bedeutet für viele Regionen der Erde, dass man nicht nur auf den Sonnenschein achten sollte, allerdings auch die Luftbewegungen und Temperaturunterschiede berücksichtigen muss, denn sie sind entscheidend für das Wettergeschehen.

Fazit


Die Fragen die das Zusammenspiel von Sonne Regen und 🌡️ beantworten sind komplex. Wir wissen nun – dass der Zenitstand der Sonne nicht immer direkt mit der Trockenheit oder Hitze verbunden ist. Die Kombination aus Hoch- und Tiefdruckgebieten, Verdunstung und Luftbewegungen lässt sich in einem größeren Zusammenhang begreifen. Es bleibt spannend zu beobachten – welche klimatischen Veränderungen die Zukunft bereithält.






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