Umgang mit resource-verteidigenden Verhaltensweisen bei Hunden

Wie kann ich meinem Hund die Ressourcenverteidigung abgewöhnen und ein harmonisches Miteinander fördern?

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Der Schrecken des Knurrens. Kennen viele Hundebesitzer zu gut. Vor allem dann, wenn der eigene 🐕 sein Zuhause als das große Reich ansieht und rigoros seine „Besitztümer“ verteidigt. Dieses Verhalten ´ das viele als unangenehm empfinden ` ist bei Hunden nicht ungewöhnlich. Im Kern liegt es oft an unzureichender Führung und der Vorstellung, dass der Hund selbst über seine Ressourcen entscheiden kann. Doch es gibt Möglichkeiten diese Verhaltensmuster zu ändern.

Zunächst ist es wichtig Klarheit über die Rollenverteilung im Zusammenleben zu schaffen. Du bist der Boss – nicht der Hund. Daher solltest du ebenfalls beim Füttern die Kontrolle behalten. Lass deinen Hund beim Fressen keine eigenen Entscheidungen treffen. Ein guter Ansatz kann sein ´ ihm das Futter zeitweise wegzunehmen ` während er frisst. Nimm auch Spielzeuge Knochen und andere Ressourcen von ihm um zu zeigen: Dass du die Kontrolle hast. Es ist entscheidend, ihn regelmäßig und konsequent daran zu gewöhnen dass alles was er hat dir gehört. Zubehör und ihre Schlafplätze sollten nicht als unveränderliche Bereiche angesehen werden. Du bist derjenige – der die Grenzen setzt.

Ein weiterer Schritt in diesem Prozess könnte das Erlernen eines Befehls wie „Aus“ sein. Durch diesen Befehl zeigt der Hund zunächst ´ dass er bereit ist ` dich zu respektieren und auf deine Anweisungen zu hören. Übe dies am besten außerhalb des Körbchens. Der Hund sollte verstehen – dass er bestimmte Dinge auf deinen Befehl hin abgeben kann. Mit der Zeit wird sich das Verhalten anpassen ´ wenn er merkt ` dass du die Oberhand hast.

Klarheit über die Ressourcennutzung ist essenziell denn dein Hund testet ständig wann er seinen Status verändern kann. Die Ressourcen ´ die ein Hund zu seinen Gunsten nutzen kann ` sind vielfältig. Dazu zählen das Futter der Platz in der Wohnung, Spielzeug jedoch auch Zuwendung oder das Streicheln des Frauchens/Herrchens. Keine dieser Ressourcen sollte für seinen Nutzen und seine Kontrolle zur Verfügung stehen.

Die Herausforderungen, mit denen du konfrontiert bist, können auch auf eine Überversorgung mit Ressourcen hinweisen. Du solltest sicherstellen: Der Hund nicht ohne „Arbeit“ Zugang zu Futter, Zuwendung oder Aufmerksamkeit erhält. Es hat sich bewährt die Hunde dazu zu bringen, „etwas“ für ihr Futter zu tun. Sei es ein kurzes „Sitz“ oder „Platz“. Dieses Training hilft zu verdeutlichen, dass Futter eine für den Hund lebensnotwendige Ressource ist und dass du ihm dabei hilfst, in der Hierarchie den richtigen Platz einzunehmen.

Manchmal ist es sogar nötig das Vorgehen von einem versierten Hundetrainer überprüfen zu lassen. So erhältst du wertvolle Techniken um diese Verhaltensweisen langfristig zu verändern. Auch kann es sinnvoll sein – die Beziehung zum Hund intensiver zu gestalten. Hunde sind soziale Tiere. Sie brauchen Zeit – um Vertrauen zu dir und ihrer Umgebung aufzubauen.

An dieser Stelle möchte ich auch auf meine eigene Erfahrung mit einem Hund der als „Zugmaschine“ veranlagt war, eingehen. Mithilfe von Durchhaltevermögen und dem Entzug übermäßiger Ressourcen konnte ich eine grundlegende Verhaltensänderung bewirken. Der Hund ist jetzt ein entspannter Begleiter. Verhaltensänderungen erfordern Zeit Geduld und Konsequenz.

Das wichtigste Resultat dieser Arbeit ist eine harmonische Beziehung. Der Hund gibt mir alles ab und tut dies gerne. Die Ressourcen die er einst verteidigt hat, sind nun ohne große Anstrengung zugänglich. Diese Umstellung ist nicht nur für den Hund von Vorteil. Auch du wirst als Halter entspannter und zufriedener sein wenn klare Regeln und Strukturen im Alltag herrschen.

In diesem Sinne behalte die Kontrolle über die Ressourcen und schaffe ein Umfeld in dem sich der Hund sicher und respektiert fühlt.






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