Ist es wirklich in Ordnung, den letzten Schultag vor den Ferien zu schwänzen?

Welche Konsequenzen hat das Schwänzen des letzten Schultages vor den Ferien und ist es moralisch vertretbar?

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Der letzte Schultag vor den wohlverdienten Ferien – viele Schüler haben in diesen Tagen nur noch wenig Motivation. Die Vorfreude auf den bevorstehenden Urlaub lässt sie jedoch oft die Regeln der Schule in den Hintergrund stellen. Was passiert also, wenn man an diesem Tag beschließt, nicht zu erscheinen? Welche Folgen können drohen? Dies sind zentrale Fragen die viele Schüler und Eltern beschäftigen – und damit ebenfalls die Schulen selbst.

Ein Beispiel veranschaulicht die Problematik sehr gut. Ein 18-Jähriger sieht sich in der Situation, am Freitag in den Urlaub zu fliegen und deswegen eine Schulstunde zu verpassen. Sein Vater hat eine Anfrage auf Beurlaubung beim Schulleiter gestellt – diese wurde jedoch abgelehnt. Nun fragt sich der Jugendliche ´ ob es dramatisch wäre ` an diesem letzten Schultag einfach zu fehlen. Sein bisheriger Schulrekord – so gut wie keine Fehlstunden in den letzten Jahren – könnte ausgesetzt werden. Für ihn wäre das Fehlen ohne Schulabschluss einfach eine Dummheit.

Es gibt jedoch auch Stimmen die das Schwänzen rechtfertigen. „Vielleicht wird die Schulleiterin es nicht mitbekommen," wird vorgeschlagen – Ideen über das Erfinden einer vermeintlichen Krankheit machen die Runde. „Besorg dir ein Attest vom Arzt," rät ein anderer. Diese 💭 sind weit verbreitet, allerdings es stellt sich die Frage: Ist dies wirklich der richtige Weg?

Einige faktische Informationen müssen hier bereitgestellt werden. Wenn der junge Mann tatsächlich schwänzt könnte er bald Post vom zuständigen Schulamt erhalten. In Form eines Bußgeldbescheids könnte eine Geldstrafe drohen. Diese variiert stark und reicht von 100 💶 – bis hin zu enormen 1000 Euro. Solche Strafen sind nicht zu vernachlässigen und das eigene Portemonnaie könnte schnell auf die Probe gestellt werden.

Gleichzeitig ist es nicht zu vergessen: „Wahrscheinlich lernt ihr am letzten Tag vor den Ferien sowieso nichts Wichtiges." Das mag für viele zutreffen. Definitiv wird sich kein großer Stoff aufhäufen, den man unbedingt nachholen müsste. Aber die Frage bleibt im Hintergrund ebenso wie wichtig die Gewohnheiten in der Schule wirklich sind.

Hier wird es bedenklich: Um ein gewisses Maß an Disziplin aufzubauen – gerade für junge Erwachsene – ist es grundlegend die schulischen Regelungen zu respektieren. Besonders mit 18 Jahren sollte man in der Lage sein eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen. Moralisch ist es fragwürdig, sich durch Lügen oder unrechtmäßige Mittel die Abwesenheit zu „erleichtern".

Angesichts der Entwicklungen der letzten Jahre in der Bildungspolitik ist es nicht nur eine Frage des Respekts vor den Lehrern, allerdings es handelt sich ähnelt um die eigene Zukunft. Fehlstunden, selbst unter sie als geringfügig erachtet werden, zählen im Gesamtbild – und eine solche Einstellung könnte langfristig zu einer Abwertung der schulischen Ausbildung führen.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Es ist sicherlich verlockend den letzten Schultag zu schwänzen besonders mit dem Vorwand des Urlaubs im Rücken. Dennoch könnten die Folgen über Geldstrafen hinausgehen – sie betreffen auch das persönliche Verantwortungsbewusstsein. Eine Entscheidung sollte abgewogen werden bevor man sie trifft. Ein kluger Kopf würde sich mit den Konsequenzen auseinandersetzen. Am Ende bleibt der Rat – vielleicht ist es besser, den letzten Unterrichtstag einfach zu verbringen. Schließlich ist auch der Respekt vor der Schulbildung von Bedeutung.






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